Leserbriefe

Thomas Hornberger, Rheinfelden

Von Thomas Hornberger & Rheinfelden

Di, 12. März 2013

Grenzach-Wyhlen

ZIMMERMANN/BASF
Viel Glück, Grenzach!
Zur Diskussion um die Ansiedlung der Firma Zimmermann auf dem BASF-Areal:
Die Gemeinde Grenzach hat sich wohl dafür entschieden, der chemischen Industrie den Rücken zu kehren und sich nun auf Ihrem Wohlstand auszuruhen. Dieser Wohlstand der kleinen Gemeinde im Süden von Deutschland wurde jahrzehntelang mit Hilfe der in Grenzach ansässigen Chemiefirmen erwirtschaftet. Dieses Modell hat nach dem Willen der Mehrheit des Grenzacher Gemeinderats nun mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgedient.

Ich glaube, einige Bürger und Gemeinderäte haben den Bezug zur Realität verloren. Großkonzerne wie die BASF sind auf Grenzach nicht angewiesen. Konzerne agieren global, sie suchen sich die besten Bedingungen für ihre Unternehmungen aus. Ortsansässige mittelständische Firmen haben diese Möglichkeit in der Regel nicht. Sie sind auf die Aufträge der Konzerne angewiesen.

Die Gemeinde kann ihre Leistungen am Bürger nur erbringen, wenn entsprechende Gewerbesteuern fließen. Auf die richtige Firma zum richtigen Zeitpunkt zu warten ist ein schöner Luxus. Ich glaube hier überschätzt die Gemeinde Grenzach ihre Attraktivität. Andere Gemeinden wären froh, sie hätten solche Ansiedlungsanfragen.

Weiterhin muss man sich fragen, ob bei einigen Kritikern die Zeit stehen geblieben ist. Heutzutage kann man keine Abfälle mehr einfach so in einer Grube versenken. Es gibt Vorschriften, welche überprüft werden. Die Firmen haben sich heutzutage verpflichtet Schadstoffemissionen, Rohstoff- und Energieverbräuche kontinuierlich zu reduzieren. Ich kann Grenzach nur wünschen, dass der neu eingeschlagene Weg sie glücklich macht, alle anderen Gemeinden wünsche ich viel Erfolg bei der Ansiedlung neuer Industrien, welche Arbeitsplätze für die Jugend garantieren und die finanziellen Gestaltungsmöglichkeiten der Gemeinde erlaubt. Viel Glück, Grenzach!

Thomas Hornberger, Rheinfelden

Sachliche Ebene verlassen
Zum Leserbrief "Schwarzwaldidyll auf dem Neufeld", BZ vom 2. März
Ich habe mich sehr über die vielen positiven Reaktionen auf meinen Leserbrief gefreut. Leider fand ich auch ein feiges, anonymes Beleidigungsschreiben in meinem Briefkasten. Leute, die so auf andere Meinungen reagieren, kann ich nicht ernst nehmen, aber die Ebene der sachlichen Diskussion ist damit verlassen. Mich würde interessieren, ob andere Leserbriefschreiber, auch solche Post erhalten haben, oder ob es der Person inzwischen zu aufwändig ist, so viele Briefe zu verschicken.

Brigitte Lindemann, Grenzach-Wyhlen