Leserbriefe

Georg Dettweiler, Grenzach-Wyhlen

Von Georg Dettweiler & Grenzach-Wyhlen

Mi, 21. August 2013

Grenzach-Wyhlen

KESSLERGRUBE
"Mir bleibt da die Spucke weg"
Zur laufenden Berichterstattung erreichte uns dieser Leserbrief:
Unfassbar: Ein Umweltpreis der Unesco für BASF. Die Unesco-Kommission zeichnet ihren eigenen Projektpartner BASF mit einem Preis für "Bildung für nachhaltige Entwicklung" aus. Die deutsche Unesco-Kommission ist eine Mittlerorganisation der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik Deutschlands und wird vom Auswärtigen Amt gefördert. In der Presse, wie auf der BASF-eigenen Website, ist von Dr. Karin Elbl-Weiser, verantwortlich für Bildungsangebote bei BASF zu lesen: "Unser Projekt soll Kinder altersgemäß an das Thema Nachhaltigkeit heranführen und ihnen zeigen, wie wertvoll Wasser für die Erde ist. Wir freuen uns sehr darüber, dass die Unesco unser Programm mit einer Auszeichnung würdigt."

Was kann man zu dieser Farce mit Blick nach Grenzach-Wyhlen noch sagen? Hier plant die BASF die Umspundung der Chemiemüllablagerung Kesslergrube, also den Versuch, Giftstoffe auf Jahrtausende zu verwahren anstatt auszuheben. Der Umweltpreis für Nachhaltigkeit der Unesco geht somit an Umweltsünder der BASF, die auf Kosten der Nachhaltigkeit und somit auf Kosten unserer Kinder und unzähliger weiterer Generationen Milliardengewinne einfahren? Pfui! Mir bleibt da die Spucke weg!
Georg Dettweiler, Grenzach-Wyhlen