Leserbriefe

Familie Friedrich-Goldoni, Grenzach-Wyhlen

Von Familie Friedrich-Goldoni & Grenzach-Wyhlen

Mo, 18. März 2013

Grenzach-Wyhlen

ZIMMERMANN-ANSIEDLUNG
Mehr Lebensqualität
Zur laufenden Berichterstattung erreichte uns dieser Leserbrief:
Als Bürger Grenzach-Wyhlens muss man sich, besonders in den vergangenen Wochen, zwangsläufig mit der Situation rund um die produzierende chemische Industrie und deren Abfallprodukte beschäftigen. Standortfragen wollen diskutiert und Entwicklungen eingeleitet werden.

Der ehemalige Chemiekonzern Ciba hat nicht nur seinem Nachfolgeunternehmen BASF, sondern letztlich der Gemeinde ein prekäres "Abschiedsgeschenk" hinterlassen. Altlasten schlummern bis heute in den Tiefen des Werksgeländes. Eine grundlegende und vollständige Sanierung des gesamten Areals ist im Moment nicht geplant. Wer aber eine hohe Wertschöpfung dieses Geländes anstreben möchte, muss tief graben um die Hinterlassenschaften des Chemiekonzerns zu beseitigen.

Grenzach-Wyhlen ist durch seine geographische Lage begünstigt und weist entwicklungsträchtiges Potential auf. Es würde uns interessieren, wie viele Arbeitsplätze in den letzten Jahren entstanden sind, die nicht in direktem Zusammenhang mit der chemischen Industrie stehen. Nicht wenige Detailhändler haben sich für eine Niederlassung in Grenzach-Wyhlen entschieden, gleichzeitig expandieren Firmen des Gewerbes. Unlängst wurde berichtet, dass Grenzach-Wyhlen noch nie so viele Einwohner wie im Jahr 2012 aufweisen konnte, und dies, obwohl BASF die Arbeitsplätze in den letzten Jahren massiv reduzierte. Könnte es sein, dass die Abwanderung von großen Chemieanlagen die Gemeinde als Lebens- und Wohngemeinde stärken wird? Wir sind uns sicher, dass Grenzach-Wyhlen Visionen für eine engagierte und nachhaltige Gestaltung unserer Zukunft hat. Es braucht dazu mutige Entscheidungsträger und Bürger, die gewillt sind, die so notwendigen Entwicklungen mit all ihren Chancen und auch Schwierigkeiten zu begleiten und zu tragen. Werden wir selbst zu "Zupackern" und "Gestaltern" unserer Zukunft.

Familie Friedrich-Goldoni, Grenzach-Wyhlen