Leserbriefe

Elfriede Schmidt-Rasenberger, Grenzach-

Von Elfriede Schmidt-Rasenberger & Grenzach-

Di, 26. Februar 2013

Grenzach-Wyhlen

ZIMMERMANN
Halt d’Schnuure, sunsch fliägsch!
Zur Diskussion um die Ansiedlung der Firma Zimmermann und die künftige Nutzung des BASF-Areals
Ich schreibe dies zur Information für die Herren Gemeinderäte, auch ehemalige, wie zu lesen war, Herrn Bürgermeister Lutz und alle Grenzacher, die die Ansiedlung der Firma Zimmermann befürworten. Es geht doch immer nur um Gewinnmaximierung diesmal der Säuberung des Areals der Firma BASF, also nimmt man die nächste "Entsorgungsfirma" (die schon von anderen Gemeinden abgelehnt wurde) auf, dann entfällt die teure Bodenentgiftung.

Was passiert, wenn BASF ganz verschwindet? Ist dann die Gemeinde sprich Steuerzahler wie bei alten Sünden zuständig? Nach 1945 wurden die alten Kiesgruben und Bauschutt aus Basel zugeschüttet, als ein Arbeiter dem damaligen Chef sagte, "Die haben unter dem Schutt auch Fässer mit Totenkopf gehabt". Antwort vom Chef: "Halt jo d’Schnuure, sunsch fliägsch". Später wurde es wieder Bauland und die Gemeinde ist heute noch mit den Kosten der Entsorgung belastet.

Warum darf es in Grenzach in Chemienähe keinen Wohnungsbau, kein Einkaufscenter (Grundstück Salubra) geben? Was ist mit den Häusern Rheinallee, Güterstraße, Jericho, Scheffelstraße, Bärenfelsstraße, Bäumleweg? 1913 erbaut also 100 Jahr alt.

Da muss doch die Frage erlaubt sein "Wer war zuerst da?", die Henne oder das Ei? Noch etwas Ironie! Nur keine Angst Anwohner, wir sind doch alle vor der Chemie geschützt durch die Bahngleise! Warum also nach der Säuberung durch die Firma BASF kein sauberes Kleingewerbe, Einkaufscenter mit Schuhgeschäft, Drogeriemarkt, Damen-Herren-Konfektion, Parkplätze vorhanden! All dies würde doch Arbeitsplätze und Steuern für die Gemeinde erbringen.

Elfriede Schmidt-Rasenberger, Grenzach-Wyhlen

Das verdient Respekt
Zum Kommentar von Ralf H. Dorweiler, "Zurück zur Sachlichkeit", Badische Zeitung vom 22. Februar
Ich habe letzten Donnerstag erstmals an einem Treffen der Bürgerinitiative "Zukunftsforum" teilgenommen, mit dem Ziel, zuzuhören und mir einen Eindruck zu verschaffen. Dabei bin ich Menschen begegnet, die mit großem persönlichem Einsatz, sich für die Zukunft dieser Gemeinde und der nachfolgenden Generationen einsetzen. Übrigens ohne, dass in irgendwelcher despektierlicher Form über "anders Denkende" gesprochen wurde.

Ja, die geplante Ansiedlung der Firma Zimmermann weckt die Emotionen der Menschen in diesem Ort auf vielfältige Weise- und das ist gut so! Und wenn Menschen ihre Betroffenheit zeigen, zum Beispiel indem sie in ihrer freien Zeit durch "greenpeaceartige Aktionen" uns Bewohnern von Grenzach- Wyhlen aufmerksam machen, zum Nachdenken anregen möchten, so verdient das zuerst einmal Respekt. Respekt dafür, dass es Personen gibt , die soviel Zivilcourage aufbringen, Ihre emotionale Betroffenheit und Sorge zu zeigen und damit auch Gefahr laufen Anfeindungen ausgesetzt zu werden. Diesen Respekt habe ich in Ihrem Kommentar vermisst!

Vielleicht aber hat ihr Kommentar bei einigen Lesern auch das bewirkt, was er bei mir bewirkt hat, nämlich als Gegnerin der "Zimmermann-Ansiedlung" Präsenz zu zeigen,
Von daher müsste ich Ihnen sogar dankbar sein!Inge Wehrle, Grenzach-Wyhlen