Nachdenkliches für die CDU-Senioren

Albert Greiner

Von Albert Greiner

Mi, 20. Februar 2013

Grenzach-Wyhlen

Bürgermeister Jörg Lutz informierte bei der Seniorenunion auch über die Zimmermann-Ansiedlung.

GRENZACH-WYHLEN. Einen ausgezeichneten Zuspruch fand am Montag des Treffen der Seniorenunion mit Bürgermeister Jörg Lutz. Dieser informierte über die derzeit in der Gemeinde anstehenden wichtigsten Diskussionspunkte.

Das derzeit in der Gemeinde wohl größte Thema ist die Ansiedlung der Firma Zimmermann, das Bürgermeister Jörg Lutz für ein seriöses Unternehmen hält und dem man zustimmen sollte, wenn man den Industriestandort Grenzach-Wyhlen erhalten will. Sicherlich würden als Gegenargumente die zunehmende Verkehrsbelastung durch die Gefahrguttransporte eingebracht. Um dem Verkehr zu begegnen, sei es wichtig, dass mit vollem Nachdruck und mit allen rechtlichen Möglichkeiten auf die Verwirklichung der Umgehungsstraße gedrängt werde. Auch wenn es im Gespräch war, als Gemeinde selbst durch eine Vorfinanzierung tätig zu werden, so sei dies nur eine Überlegung, mit der man sich nur näher beschäftigen könne, wenn der Bund die Rückfinanzierung zusichere. "Das", so Lutz, "ist mehr als fraglich."

Entmutigt hatte ihn, dass die oberste Firmenetage der BASF keinerlei Standortzusage geben wolle. "Was soll die Firma Zimmermann, wenn BASF geht?", stand als Frage im Raum. Als Eigentümer des Grundstücks werde die BASF sicherlich weiter für die Altlastenentsorgung zuständig sein müssen, meinte Lutz. Das stehe sogar außer Frage. Die Sanierung müsse sie jedoch erst dann vornehmen, wenn eine Gefährdung bestehe. Lediglich die Kesslergrube muss ausgegraben werden, was ab 2014 in Angriff genommen und vier bis sechs Jahre dauern wird. Was in diesem Zeitraum auf dem Industrieareal der BASF geschehe, lasse sich nicht absehen.

Lutz bezeichnete es als "wichtig", mindestens den Bereich des Roche-Gelände als Industriegebiet in einem Bebauungsplan festzulegen, um den dort ansässigen Firmen eine entsprechende Standortsicherheit zu geben. Damit und mit der vagen Auskunft der BASF wird sich der Gemeinderat sehr intensiv auseinandersetzen müssen.