Riesenerfolg für "Natürlich blond"

Martin Eckert

Von Martin Eckert

Sa, 22. Juli 2017

Grenzach-Wyhlen

Musical-Company des LMG begeistert ihr Publikum bei der Premiere am Donnerstag / Vorstellungen noch Samstag und Sonntag.

GRENZACH-WYHLEN. Laut, lustig, schrill und ganz schön pink! So feierte "Natürlich Blond", das neueste Meisterstück der Musical-Company des Lise-Meitner-Gymnasiums, am Donnerstagabend seinen Premierenabend in der Hochrheinhalle. Nach einem Jahr intensiver Vorbereitung und einem permanenten Anstieg des Lampenfiebers aller Beteiligten bejubelte das Premierenpublikum die Akteure vor und hinter den Kulissen.

Seit Beginn des Schuljahres hatten mehr als hundert Beteiligte unter Leitung von Thomas und Ulrike Vogt unzählige Stunden in das Projekt investiert. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die komplette Produktion ist auf einem dermaßen hohen und professionellen Niveau, das man komplett vergisst, dass es sich eigentlich "nur" um ein Schulprojekt handelt. Nicht umsonst hatten die Macher letztes Jahr mit Swinging St. Pauli den zweiten Platz beim Lotto-Musiktheaterpreis gewonnen und damit schon im Vorfeld die Erwartungen an die neue Produktion enorm in die Höhe geschraubt.

Geboten wird eine glitzernd-pinke Show (für so viel Pink braucht man fast einen Waffenschein) mit aufwändig choreografierten Tänzen und jeder Menge frechen, witzigen Dialogen, die die Zuschauer mitreißen und zum Lachen bringen. Die Handlung des Broadway-Musicals ist der des gleichnamigen Hollywood-Streifens ähnlich, wurde aber zum Teil in heimatliche Gefilde versetzt. Die heile Welt der Bilderbuchblondine Elle Woods (in den Vorstellungen abwechselnd gespielt von Isabell Schneider und Francesca Hoffmeier, erstere war die Premieren-Elle) bricht in sich zusammen, als sie von ihrem Freund Warner Huntington (Benedict Osterath) verlassen wird. Der will an der Elite-Universität Harvard studieren und plant eine Karriere als Anwalt und Senator. In diesem neuen Leben ist für die Blondine vom Neufeld kein Platz mehr.
Kurz entschlossen entscheidet Elle, das Mode- und Partyleben hinter sich zu lassen, und sich mit einer Empfehlung von Schulleiter Manfred Stratz ebenfalls in Harvard einzuschreiben, um das Herz ihres Geliebten zurückzugewinnen.

Aber passt eine ganz in Pink gekleidete Blondine mit Schoßhündchen Brutus an eine konservative Universität? Wird sie mit der Nebenbuhlerin (Rosa Di Nardo) und dem gefürchteten Jura-Professor Callahan (Johannes Senske) zurechtkommen? Als ob das nicht genug Herausforderungen wären, gibt es dazu noch einen Mordfall, den es zu klären gilt. Ob das wohl alles gut gehen mag?

Für die Antworten auf diese Fragen reicht der Blick auf die wandelhafte Bühne, auf der permanent etwas los ist. Fast unbemerkt wird im Hintergrund immer wieder das stimmige und liebevoll gestaltete Bühnenbild umgebaut. Bis zu 30 Akteure sorgten mit einer perfekt einstudierten Choreografie (Kathi Dehn) für jede Menge Leben und bunte Bewegung auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Bemerkenswert: Eine hochkarätige, 15-köpfige Band mit vielen bekannten und teils auch professionellen Musikern spielt die komplette Musik live. Ob Solisten oder Chor: Der Gesang dazu ist so stimmig wie die mitreißenden Tänze. Zahlreiche eingebaute Gags lassen immer wieder schmunzeln oder provozieren laute Lacher. Alles in allem: Eine großartige Leistung und vollkommen runde Sache! Selbst das Catering mit Popcorn, Hot Dogs und Bagels vor der Vorstellung und während der Pause sorgt für das absolut stimmige Ambiente.

Das Publikum war jedenfalls begeistert und spendete tosenden Applaus während man auf der Bühne nur strahlende Gesichter sehen konnte. Im Anschluss gab es für alle beteiligten eine wohlverdiente und ausgelassene After-Show Party. Allzu lange konnte die aber auch nicht gehen, denn schon am Freitag stand die nächste der Vorstellungen an, dieses Mal mit der Zweitbesetzung.

"Es sieht zwar leicht aus, aber es war für uns das schwerste und anspruchsvollste Stück, das das wir bisher umgesetzt haben und das allen einiges abverlangt hat", sagt Thomas Vogt am Ende glücklich über die erfolgreiche Premiere.

Weitere Vorstellungen: Samstag,

22. Juli, und Sonntag, 23. Juli, Beginn

jeweils um 20 Uhr, (19 Uhr Einlass zum Catering), Ort: Hochrheinhalle Grenzach-Wyhlen, Vorverkauf über Gemeindebücherei Grenzach, an der Abendkasse oder über

die Musical-Homepage:

http://www.musical-lmg.de

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