Roche reicht Keßlerunterlagen ein

Ralf Staub

Von Ralf Staub

Fr, 25. April 2014

Grenzach-Wyhlen

Informationsveranstaltung zum detaillierten Sanierungsplan im Perimeter 1 am kommenden Mittwoch.

GRENZACH-WYHLEN. Während insbesondere auf Seiten der Bürgerinitiative Zukunftsforum auf das Nachhaltigkeitsgutachten zur von BASF vorgesehenen Umspundung ihres Teils der Keßlergrube gewartet wird, geht die Firma Roche in die Offensive: In einer öffentlichen Informationsveranstaltung wird am Mittwoch 30. April (19 Uhr) im Haus der Begegnung der Sanierungsplan vorgestellt. Diesen hat Roche jetzt beim Landratsamt eingereicht.

Dort wird versichert, dass der Informationsabend, zu dem die Firma Roche einlädt, noch kein Teil des Genehmigungsverfahrens ist. Roche nimmt die Gelegenheit wahr, die Einwohner der Gemeinde über die mittlerweile detaillierten Pläne zur Grubensanierung zu erläutern, dabei, so Inga Nietz vom Fachbereich Umwelt, seien auch Fragen aus dem Publikum zugelassen, die die insgesamt fünf Referenten beantworten werden. Roche hat vor, etwa 160 000 Kubikmeter auszubaggern.



Das Podium:
Die Projektleiter von Roche (Richard Hürzeler und Flavio Piussi) und die Vertreter des Generalplaners HPC (Thomas Osberghaus und Joachim Simon) werden über den Sanierungsplan informieren und die geplante Sanierungsmethode (Totalaushub) informieren. Georg Lutz, Fachbereichsleiter im Landratsamt und Vorsitzender der Altlastenkommission, wird über das Offenlegungsverfahren, die Möglichkeiten der Bürger, sich zu beteiligen sowie über das Genehmigungsverfahren der Behörden informieren. Als Moderator der Veranstaltung fungiert Bürgermeister Jörg Lutz.

Gutachten kein Thema:
Nicht vorgesehen sind Informationen über oder gar eine Vorstellung des Nachhaltigkeitsgutachtens – der Perimeter 2, also der Teil der Keßlergrube, für den sich BASF zuständig erklärt hat, ist kein Thema. Inga Nietz geht allerdings davon aus, dass sich vom zeitlichen Ablauf her nicht viel geändert hat, das würde bedeuten, dass das Gutachten ebenfalls in den nächsten Tagen präsentiert werden müsste. Bei der Vorstellung der Kriterien und der Vorgehensweise in der Februarsitzung des Gemeinderates ist Gutachter Helmut Dörr aus Wiesloch von April ausgegangen.

Der Zeitplan:
Der bisherige Zeitplan sieht – unabhängig von etwaigen Einflüssen des Nachhaltigkeitsgutachtens – vor, dass nach dem Genehmigungsverfahrens 2015 mit den Sanierungsarbeiten in beiden Perimetern begonnen wird. Die BASF will ihre Arbeiten bis 2016 beendet haben und mit der Überwachung beginnen. Die Arbeiten mim Perimeter 1 sollen bis zum Jahr 2019 abgeschlossen sein.