Rückendeckung für die Umgehung

Ralf Staub

Von Ralf Staub

Sa, 02. März 2013

Grenzach-Wyhlen

Regierungspräsidium: Falsche Verkehrszahlen in Stuttgart / Knapp 50 Teilnehmer bei der ersten Fahrraddemonstration.

GRENZACH-WYHLEN. Der – kurzfristig anberaumte – Besuch von Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer am Mittwoch galt nicht nur dem Thema Zimmermann-Ansiedlung, sondern vor allem auch der Umgehungsstraße. Dabei hat die Freiburger Behördenchefin der Gemeinde den Rücken gestärkt für die anstehenden Gespräche mit Verkehrsstaatssekretärin Gisela Splett, die nach Angaben eines Sprechers am 25. März nach Grenzach-Wyhlen kommen wird. Weitere Rückendeckung gab es am Freitag mit der ersten Demo für die Umgehung.

Dem Gespräch mit der Staatssekretärin wird eine große Bedeutung für eine schnellere Realisierung der Umgehungsstraße beigemessen, als sie nach der bisherigen Bewertung vorgesehen ist. Wie auch die Gemeinde sieht auch das Regierungspräsidium, dass bei der Bewertung der Straßenprojekte im Ministerium falsche zahlen zur Verkehrsbelastung zu Grunde gelegt worden sind: Das Land ist von einer täglichen Belastung von 9 200 Fahrzeugen auf der B34 aus, die gemeinde hat mit ihren eigen angeschafften Zählgeräten mehr als 13 000 Fahrzeuge, täglich gemessen. Aufgrund dieser Zahlen ist die Umgehung B34 neu in der Rangliste der Straßenbauprojekte nach hinten gerutscht. Die Landesregierung hat eine solche Rangliste aufgestellt, weil nicht genügend Geld da ist, um alle bereits panfestgestellten Straßen auch gleichzeitig zu bauen.

Nach Intervention der Gemeinde hat sich mit Justizminister Rainer Stickelberger der Wahlkreisabgeordnete eingeschaltet und einen Gesprächstermin mit der Ministeriumsspitze anberaumt, am 25. März wird auch Stickelberger zu dem Gespräch im Grenzacher Rathaus erwartet, das zum Ziel hat, die B34 neu aufzuwerten und damit bereits vor 2016 zu beginnen. Was in Grenzach-Wyhlen indes wohl relativ niedrig ausfüllt, ist nach Einschätzung des Regierungspräsidiums der Lkw-Anteil. Dieser liege zwischen 7 bis 8 Prozent der Fahrzeuge. Gleichwohl habe die Regierungspräsidentin der Gemeinde dazu geraten, eine Neubewertung zu verlangen.

Weitere Rückendeckung für die Gespräche mit der Staatssekretärin gab es auch am Freitag bei der ersten Demo, zu der die SPD aufgerufen hatte und an der sich auch die CDU beteiligt. An der Fahrraddemo der BI "Uns stinkt’s" wurden knapp 50 Teilnehmer bezählt., unter ihnen auch Bürgermeister Jörg Lutz mit Fahrrad und Helm. Die Demo führte vom Autohaus Mutter bis zum Bildungszentrum. Danach diskutierten die Demonstranten im Kickerstüble über das Thema Umgehungsstraße und wie sie am schnellsten zu realisieren ist.