Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
14. August 2010
SCHON GEHÖRT?: Was ist laut?
Wie laut ein Geräusch wahrgenommen wird, hängt immer vom Hörer ab. Die eigene Lieblingsmusik mag mit 60 Dezibel sehr angenehm sein, die des Nachbarn in gleicher Lautstärke unerträglich. Auch die Art des Geräuschs spielt eine Rolle. Vogelzwitschern wird als angenehm empfunden, das Kratzen mit den Fingernägeln über eine Tafel lässt einem sich schon bei der Vorstellung die Nackenhaare sträuben – obwohl beide die gleiche Dezibelzahl haben mögen. Der stündliche Kirchturmschlag stört neu in die Nachbarschaft gezogene meist für ein paar Tage im Schlaf, aber durch die große Regelmäßigkeit nimmt man den Schall schnell nicht mehr als störend wahr. Lärm ist also eine sehr subjektiv wahrgenommene Empfindung. Das schlimmste muss also sein, wenn der Nachbar in unregelmäßigen Abständen enervierende Geräusche von sich gibt – so wie im Hafen Birsfelden. Dass man sich nun im Internet die Ergebnisse der Lärmmessung anschauen kann und meist sieht, dass die gemittelten Werte unter 50 Dezibel bleiben, während einzelne Ausschläge bis auf 70 Dezibel gehen, dürfte die Hafenlärm-geschädigten Anwohner Grenzachs nicht beruhigen. Subjektiv kommt einem alles viel lauter vor.
Werbung
Autor: dor
