Schüler laufen, um die Integration zu verbessern

Rolf Reißmann

Von Rolf Reißmann

Sa, 27. Mai 2017

Grenzach-Wyhlen

Selbstorganisierter Sponsorenlauf am Schulzentrum.

GRENZACH-WYHLEN. Das war fast ein kleines Schulfest am Freitagmorgen. Musik ertönte, mehrere Gruppen gut gelaunter Schüler standen am Weg und bejubelten jene, die dort gerade vorbei liefen. Bald tauschten sie die Rollen. Der erste Sponsorenlauf am Schulzentrum war seit etlichen Wochen vorbereitet worden, nun liefen die Kinder und Jugendlichen emsig, um möglichst große Beträge zu sammeln.

Die Idee für den Lauf kam aus der Schülermitverwaltung, sie hatte den Lauf auch organisiert. Etwa 400 Meter lang war die Strecke, einmal rund ums Schulzentrum führte der Weg. Angemeldet hatten sich zunächst 100 Teilnehmer, aber wie immer bei solchen Ereignissen kamen noch Spätmelder dazu und waren genauso gerne gesehen. Felix Kohler und Florian Wiest aus der 12. Klasse sowie Franziska Habeck aus der 11. Klasse hatten am Informationsstand alle Hände voll zu tun, damit der Lauf reibungslos abgewickelt werden konnte. Selbstverständlich hatten sich die Organisatoren selbst mit beteiligt. Jeweils 15 Minuten waren zu laufen, dabei sollten möglichst viele Runden zurückgelegt werden. Jeder Teilnehmer hatte sich seine Sponsoren selbst gesucht, ob das Eltern oder ein fernlebender Bekannter war, spielte keine Rolle. Auch den Betrag, der für jede gelaufene Runde zu zahlen war, konnte jeder selbst bestimmen. Zwischen 10 Cent und 10 Euro lag der Rahmen.

"Wir möchten mit dem Erlös auf jeden Fall die Integration von Flüchtlingen in der Gemeinde unterstützen," sagte Felix Kohle. "Wie wir das dann genau machen, entscheiden wir, wenn wir den Endbetrag kennen." Eingesammelt wird das Geld in der kommenden Woche. So könnte eventuell die unmittelbare Flüchtlingsarbeit in der Gemeinschaftsunterkunft eine Spende erhalten, oder die Flüchtlingskinder aus der Vorbereitungsklasse werden zu einem Ausflug eingeladen, es gibt eben viele Möglichkeiten. "Wichtig ist, dass wir etwa Besonderes dafür tun können, damit sich die jungen Flüchtlingeauch gut bei uns einleben," ergänzte Florin Wiest.

Auch Bürgermeister Tobias Benz kam mal vorbei, er freute sich über diese gute Projekt. "Hut ab vor den Organisatoren", lobte er, "das ist doch ganz im Sinne der Gemeinde, wenn die Hilfe so konkret wird."

Die beiden Schulleitungen hatten den Lauf auch gut unterstützt, so konnten Schüler aus der Realschule einen Waffelstand aufbauen und so für eine süße Nascherei nach dem Lauf sorgen. Sportliche Sieger gab es bei diesem Lauf keine, schnelle und langsam Läufer hatten das gleiche Ziel und freuten sich, nach jeder gelaufenen Runde einen neuen Gummi über den Arm gestreift zu bekommen.