Forderungen zur Kesslergrube

SPD schreibt an Landratsamt

Ralf H. Dorweiler

Von Ralf H. Dorweiler

Do, 27. November 2014 um 16:20 Uhr

Grenzach-Wyhlen

Der Ortsverein der SPD Grenzach-Wyhlen hat dem Landratsamt einen Fragenkatalog geschrieben und fordert eine Beantwortung noch vor der Bekanntgabe des Bescheids für die Sanierung von Perimeter 2 der Kesslergrube.

GRENZACH-WYHLEN (dor). Mit einem Schreiben an Georg Lutz, den Fachbereichsleiter Umwelt im Landratsamt Lörrach, schaltet sich der SPD-Ortsverein kurz vor einer Entscheidung zur Sanierung von Perimeter 2 der Kesslergrube ein. Der Vorsitzende, Robert Blum, macht darin klar, dass der SPD Ortsverein Grenzach-Wyhlen erwartet, dass das Landratsamt mehrere Fragen noch vor einer Entscheidung klärt. Es wird gewünscht, dass externe Fachleute, "speziell über das fortschrittliche In Situ Sanierungsmodell" hinzugezogen werden. Dabei handelt es sich um spezielle Verfahren, die eine Sanierung vor Ort ermöglichen würden.

Die SPD fragt nun, ob es richtig und unvermeidlich sei, dass auf eine verbindliche Erklärung, die Kesslergrube zu sanieren, verzichtet werden müsse. "Es geht hier nicht um die Art und/oder den Zeitpunkt der Sanierung. Vielmehr erscheint es unverzichtbar auf einer Entfernung der Umweltgifte zu bestehen." Vor allem will man auch wissen, warum nach der Einspundung die Grube "endgültig" verschlossen werden soll. Die Kosten könnten besser für einen Sanierungsansatz genutzt werden, schreibt Blum. Zudem will er wissen, ob das Landratsamt ausschließen könne, dass eine In Situ Sanierung nach dem vom BUND Grenzach-Wyhlen dargestellten Verfahren nicht möglich und angemessen wäre. Weitere Fragen beziehen sich auf die Einbeziehung der Schweiz und die Kläranlage.

Blum erinnert Georg Lutz, dass dieser dem Wohl der Bürger verpflichtet sei. "Dienst nach Vorschrift und die oft zitierte Gesetzeslage kann nicht Grund sein, mögliche nachhaltige Lösungen dieser Umweltaltlast auszuschlagen", schreibt Blum. Der Ortsverein erwarte, Lutz solle die Fragen vor seiner Entscheidung beantwortet "und alle betroffenen Parteien zu einer gemeinsamen Lösung führen."