Strukturwandel als Chance

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 24. November 2018

Grenzach-Wyhlen

BI Zukunftsforum zu BASF.

GRENZACH-WYHLEN (BZ). Das angekündigte Exzellenzprogramm der BASF und dessen ungewisse Auswirkungen auf den Standort Grenzach (die BZ berichtete) hat die BI Zukunftsforum beschäftigt.

"Nach der absehbaren Aufgabe der Produktion des antiseptischen Wirkstoffs Triclosan braucht es für die Sicherung des BASF-Standorts neue Impulse", teilt die BI dazu mit. Ein Blick über den Rhein zeige, dass der Strukturwandel dort in vollem Gange sei. "Fast täglich erfahren wir von Arealtransformationen in der Regio Basel, bei denen ehemalige chemische Produktionsstätten in zukunftsfähige Anlagen aus den Bereichen Pharma und Life-Sciences umgewandelt werden", schreibt Manfred Mutter von der BI weiter. Gleichzeitig entwürfen Verbände wie Metrobasel eine Vision für die Zukunftsentwicklung der Gesamtregion, die den globalen Herausforderungen gerecht werde. "Und was tut sich bei uns, macht der Strukturwandel etwa an der Grenze halt oder verpassen wir etwas Entscheidendes? Streiten wir noch weitere Jahre um Sanierungsvarianten, Bebauungsplanänderungen oder Kläranlagen, während in unserer Nachbarschaft zukunftsorientierte Ansiedlungen realisiert werden?"

Angesichts des Flächenbedarfs in Region und Gemeinde stelle sich die Frage, wie lange BASF ein Areal von 35 Hektar im Zentrum der Agglomeration Basel weitgehend leerstehen lassen könne. Die Suche ansässiger chemischer Produktionsbetriebe nach industriellen Neuansiedlungen mit Synergien zu laufenden Projekten verlaufe seit Jahren ohne Erfolg.

Nachdem die Ansiedlung eines großen Sondermüllentsorgers auf dem BASF-Areal verhindert werden konnte, sei nun der Weg frei zu innovativen Ansiedlungen. Eine Bewerbung seitens der BASF an dem von der Bundesregierung geförderten Projekt einer Batteriezellen-Produktion für E-Autos wäre ein sichtbares Signal, am Standort Grenzach langfristig festzuhalten.

Es sollte im ureigensten Interesse von BASF und der Gemeinde sein, den Strukturwandel durch professionelle Wirtschaftsförderung aktiv mitzugestalten. Wie in der Studie "Chancen aus Strukturwandel – die nachhaltige Transformation der BASF-Areale in der Agglomeration Basel" fachkundig ausgeführt, könne der Standort zu einem innovativen Vorzeigeprojekt der gesamten Region werden. "Damit würde der nicht aufzuhaltende Strukturwandel für BASF und für unsere Gemeinde nicht zum Schicksal, sondern zur Chance", so Mutter abschließend.