Umgehung sorgt für Sachlichkeit

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 16. April 2014

Grenzach-Wyhlen

Die CDU-Kreistagsfraktion besucht BASF und spricht sich für Erhalt des Industriestandorts aus.

GRENZACH-WYHLEN (BZ). Ihre März-Sitzung hat die CDU-Kreistagsfraktion mit einer Besichtigung und einem Unternehmensgespräch mit der BASF in Grenzach-Wyhlen verbunden. Werksleiter Bernd Brian stellte Kreisräten, dem Bundestagsabgeordneten Armin Schuster und der Ortsverbandsvorsitzenden Renate Sammet-Grether die BASF "auf einen Blick" vor.

Die Probleme
Die Produkte des Unternehmens werden weltweit in fast allen Branchen eingesetzt, erklärte Brian den Besuchern. Man verbinde wirtschaftlichen Erfolg mit der gesellschaftlichen Verantwortung zum Schutze der Umwelt und wolle eine Chemie für eine nachhaltige Zukunft. In der Region im Dreiländereck bilden vier Standorte in drei Ländern mit zwei Sprachen ein operatives Cluster. Brian sieht hier die BASF auf einem sehr guten Weg, sagte er.

Nach dem Rückbau der vergangenen Jahre und dem damit verbundenen Mitarbeiterabbau auf nur noch 200 Mitarbeiter – davon 40 in Forschung und Entwicklung – sieht man sich bei der BASF am Ende dieses langjährigen, schwierigen Prozesses angelangt. Probleme bilden die Altlastablagerungen in der Kesslergrube und die vom Gemeinderat beschlossene Veränderungssperre für das BASF-Areal.

Dieser vorausgegangen war eine Auseinandersetzung um die Ansiedlung der Zimmermann-Gruppe – einem Chemieentsorger, auf dem Werksgelände. Davon erhoffte BASF sich laut Brian, dass weitere Unternehmen aus der Chemiesparte Interesse zeigen würden sich anzusiedeln.

Die CDU-Kreisräte stimmten dem Werksleiter zu, dass die Hochrheinregion als bedeutender Industriestandort mit Schwerpunkt Chemie/Pharmazie erhalten werden müsse, zumal es kaum noch möglich sei, neue Industrieflächen auszuweisen. Für die Ansiedlung spreche auch die vorhandene Infrastruktur auf dem Firmenareal.

Hoffen auf Umgehungsstraße
Ein Rundgang über das 40 Hektar große Gelände bestätigte dies eindrücklich, teilte die CDU mit. Einig seien sich die Kreispolitiker und die Werksleitung darin gewesen, dass mit dem baldigen Bau der Umgehungsstraße Entscheidungen emotionsloser geführt und getroffen werden könnten. Die CDU-Fraktion wolle sich deshalb zusammen mit dem Gemeinderat für einen baldigen Baubeginn der Umfahrung Grenzach-Wyhlen einsetzen, versicherten die Besucher.

Auch mit der Vorbereitung der Kommunalwahl – und hier speziell für die Wahl zum neuen Kreistag – befasste sich die CDU-Kreistagfraktion bei ihrem Treffen. Ihr Vorsitzender Paul Renz informierte am Ende des Besuchs über den aktuellen Stand. Schließlich berichteten Kreisräte über die Ergebnisse der Ausschusssitzungen.

Wirtschaftsregion Südwest
Nach dem Rundgang hatte Sabine Lauffer bereits sich als Geschäftsführerin der Wirtschaftsregion Südwest und ihre Organisation vorgestellt. Die Wirtschaftsregion versteht sich als Unterstützer für ansässige und neue Unternehmen in der Region. Sie ist die Wirtschafts-Fördergesellschaft der Landkreise Lörrach und Waldshut und Anlaufstelle für Ansiedlungen, Beratung und Betreuung ansässiger Unternehmen. Sie informiert über öffentliche Förderprogramme, vermittelt Partner für Technologietransfer, organisiert Kooperationspartner und Netzwerke. In einer sehr regen Diskussion beantwortete Sabine Lauffer die vertiefenden Fragen der Kreisräte und Kreisrätinnen.