"Wir sind ziemlich nahe beisammen"

Ralf Staub

Von Ralf Staub

Do, 07. März 2013

Grenzach-Wyhlen

Fraktionen zu Zimmermann.

GRENZACH-WYHLEN (rs). Vergleichsweise kurz ist im technischen Ausschuss das Fazit zur Bürgerversammlung mit dem Thema Zimmermann ausgefallen. Bürgermeister Jörg Lutz skizzierte den Gemeinderäten die Alternativen und will am 19. März entscheiden, ob die Gemeinde ihr Einvernehmen zur Ansiedlung erteilt oder – was eher zu erwarten ist – eine Veränderungssperre beschlossen wird, die allerdings mit einem Bebauungsplan verknüpft werden muss. Die Dauer, diesen zur Rechtskraft zu bringen werde etwa ein bis eineinhalb Jahre betragen, so Lutz. Einen ersten Vorentwurf sollen die Fraktionen bis zu ihren Sitzungen am 11. März erhalten. Lutz stellte klar, dass von einer Veränderungssperre weder DSM noch die Firma Penta betroffen seien.

Die Fraktionen beschäftigten sich in erster Linie mit der Bürgerinitiative und deren zum Teil pauschaler Kritik an Bürgermeister und Gemeinderat: Bernd Herzog (FDP), der nach eigenem Bekunden eigentlich zum großen Rundumschlag ausholen wollte, beließ es angesichts fast leerer Zuhörerreihen bei dem Hinweis, dass sich seine Fraktion schon zu helfen weiß, wenn es um die Informationsbeschaffung geht, ansonsten sei man bei dem Thema, wie die Zukunft der Gemeinde aussehen soll, "ziemlich nahe beisammen". Rolf Rode (Freie Wähler) hält die BI für "ein gutes Instrument", und wenn dort Fachleute sitzen, sei dies vielleicht auch für die Behörden wichtig, die "vielleicht einen Tick seriöser prüfen". Die BI argumentiere "mittlerweile sehr sachlich, das tut uns allen gut".

Dieter Albiez (CDU) und Heinz Intveen (SPD) verwahrten sich gegen Kritik, nicht an allen Veranstaltungen zum Thema Zimmermann teilgenommen zu haben, während Michael Hiob (CDU) froh ist, "dass ich kein Chemiker bin": Die Bürgerversammlung habe gezeigt, dass auch diese sich nicht immer einig sind. Der Bürgermeister hofft, dass die aufgerissenen Gräben auch wieder zugeschüttet werden. Gleichwohl sieht er einen gleichermaßen interessanten wie fordernden Prozess für alle Beteiligten.