WWF erhebt Einspruch gegen Sondermüllanlage

sda

Von sda

Di, 08. Januar 2013

Grenzach-Wyhlen

Der World Wildlife Found kritisiert den geplanten Neubau auf dem BASF-Areal wegen möglicher Trinkwassergefährdung.

GRENZACH-WYHLEN/BASEL (sda). Der WWF (World Wildlife Found) Region Basel hat Einspruch erhoben gegen den Bau einer Sondermüllbehandlungsanlage der Firma Zimmermann auf dem BASF-Areal. Eine mögliche Trinkwassergefährdung im Normalbetrieb und bei einem Störfall ist aus Sicht der Umweltorganisation "ungenügend abgeklärt", hieß es am Montag.

Die auf dem BASF-Areal geplante Anlage weist eine Jahreskapazität von 60 000 Kubikmetern flüssigen Abfällen sowie 80 000 Tonnen festen Abfällen auf. Vorgesehen ist, dass die in der Kläranlage der BASF gereinigten Abwässer aus der Anlage in den Rhein eingeleitet werden. Die Abwasser-Einleitung käme laut WWF am rechten Rheinufer rund zwei Kilometer oberhalb des Birsfelder Stauwehrs zu liegen. Der WWF weist darauf hin, dass dort Rheinwasser angesaugt werde für die Basler Trinkwasseraufbereitung in den Langen Erlen. Offen ist für die Naturschutzorganisation etwa, ob bei einer Havarie diese Pumpen schnell genug abzustellen sind. Der WWF geht von variierenden Schadstoffen aus, die in der Anlage behandelt würden. Das im November 2012 publizierte Baugesuch lasse offen, welche Substanzen im Normalbetrieb in der Rhein gelangen würden. Zudem sei angesichts der in der Region sinkenden Produktionskapazitäten zu befürchten, dass zu behandelnde Abfälle von weither per Lastwagen herangekarrt würden. Geplant wird die Anlage von der Firma Zimmermann in Gütersloh (D), die zwischenzeitlich auch einen Firmensitz in Grenzach-Wyhlen hat. Sie hat Kundschaft in Baden-Württemberg und der Schweiz im Visier. Zimmermann will rund 6 Millionen Euro investieren und gut 50 Arbeitsplätze schaffen. Die Einsprachefrist läuft bis zum 21. Januar.