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20. Juli 2015 18:11 Uhr

Finanzierungszusage für Bau der B34 neu

Wyhlen bekommt seine Umfahrung

Das Bundesverkehrsministerium hat Mittel für die Ortsumfahrung in Wyhlen bereitgestellt. Laut Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer ist somit ein Baubeginn im Jahr 2018 möglich. Bürgermeister Benz spricht von einem "guten Tag für Grenzach-Wyhlen".

GRENZACH-WYHLEN. Das Bundesverkehrsministerium hat Mittel für die Ortsumfahrung in Wyhlen bereitgestellt. Für ein 4,2 Kilometer langes Stück der neuen B34 wurden von Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, 17,2 Millionen Euro freigegeben. Laut Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer ist somit ein Baubeginn im Jahr 2018 möglich.

Gestern hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt sein Milliardenpaket für die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur vorgestellt. Insgesamt werden rund 2,7 Milliarden Euro investiert. Baden-Württemberg erhält laut dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Norbert Barthle, 537 Millionen Euro. 17 Millionen Euro davon sind für die seit Jahrzehnten geforderte und planfestgestellte Ortsumfahrung Wyhlen (B 34) vorgesehen. Barthle sagte dazu: "Lange benötigte Lückenschlüsse und Kapazitätsverbesserungen in ganz Baden-Württemberg werden endlich Realität, da die Zusatzmittel in bereits baureife Projekte fließen. Die Baumaßnahmen können daher sofort beginnen, damit die moderne Verkehrsinfrastruktur den Bürgern schnell zur Verfügung steht." Nachdem sich die grün-rote Landesregierung in der Vergangenheit nur sehr zurückhaltend für die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in Baden-Württemberg eingesetzt habe, so heißt es weiter aus dem Unions-geführten Ministerium in Berlin, hoffe man, dass das Land jetzt die Chance der Zusatzmittel nutze.

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Auf Anfrage der Badischen Zeitung im Regierungspräsidium Freiburg sagte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: "Wir freuen uns sehr, dass es geklappt hat und das Bundesministerium die Mittel für die von uns mit Priorität eins gemeldeten Bauvorhaben genehmigt." In ihrer Behörde war gestern viel los. Zahlreiche Projekte, bei denen Baurecht vorliegt, könnte man nun nach der Finanzierungszusage konkret starten. Am Mittwoch werde es eine große Besprechung im Regierungspräsidium geben, bei der man das genaue Vorgehen planen werde. Dabei soll auch überlegt werden, wann die Arbeiten für die Baumaßnahme ausgeschrieben werden. Als möglichen Baubeginn für die Ortsumfahrung Wyhlen wurde aus Freiburg das Jahr 2018 bekannt gegeben.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung von Bundestagsmitglied Armin Schuster und Landtagsabgeordnetem Ulrich Lusche (beide CDU) heißt es: "Wir sind sehr froh, dass diese lange geforderte Ortsumgehung nun gebaut werden kann. Jetzt kommt es auf das Land an, umgehend den Baubeginn zu ermöglichen." Der Bund halte Wort, das Land sei nun am Zug. Weiter heißt es: Als Verbindungsstrecke zum Raum Basel leidet die B 34 unter einer hohen Verkehrsbelastung (13 400 Fahrzeuge pro Tag im Jahr 2010). Die Verkehrsverhältnisse in den Ortsdurchfahrten von Grenzach-Wyhlen verbunden mit schienengleichen Bahnübergängen seien unzulänglich und sollen daher durch den Bau einer Ortsumgehung beseitigt werden.

Bürgermeister Tobias Benz sprach von einer "Jahrhundertentscheidung" für Grenzach-Wyhlen. Eine Ortsumgehung Wyhlen erleichtere eine Anbindung der Industrie und des Gewerbes und habe auch Einfluss auf die Möglichkeiten auf dem BASF-Areal. "Wir hoffen, dass die Umgehungsstraße jetzt auch tatsächlich kommt", sagte Benz, der den Montag als "sehr guten Tag" für die Gemeinde sah.

Monika Neuhöfer-Avdic, Bauamtsleiterin der Gemeinde, zeigt sich ebenfalls erfreut. Damit rücke die Ortsumfahrung für Wyhlen in greifbare Nähe. Gerade habe man für die planfestgestellte Route genaue Leitungspläne zusammengestellt und sei gewappnet für einen Baubeginn.

Autor: dor