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06. März 2015 09:54 Uhr

Lkw-Fahrer hatte keinen Ausweis

Zoll findet 510 Kilo Tabak für Wasserpfeifen

Wie das Hauptzollamt erst jetzt informiert, hat eine Streife im Februar in einem Kleintransporter in Grenzach-Wyhlen 510 Kilogramm eingeschmuggelten Wasserpfeifentabak entdeckt.

  1. Tabak für Wasserpfeifen auf einem Bild der Zollbehörde, das im Februar 2014 in Weil am Rhein aufgenommen wurde. Foto: Zollbehörde

Eine Streife des Sachgebiets Kontrollen des Hauptzollamts Lörrach hat in der Nacht vom 10. auf den 11. Februar in einem Kleintransporter in Grenzach-Wyhlen 510 Kilogramm eingeschmuggelten Wasserpfeifentabak entdeckt. Weil der Fahrer des gemieteten Fahrzeugs mit norddeutschem Kennzeichen bei einer Routinekontrolle keinen Personalausweis vorweisen konnte, begutachteten die beiden zivilen Streifenbeamten den Ladungsraum des Fahrzeugs näher, wie das Hauptzollamt berichtet. Dort befanden sich unter Decken verborgen 85 Kartons mit je 6 Kilogramm Wasserpfeifentabak, offensichtlich aus einem Drittland eingeführt und nicht zur Versteuerung angemeldet.

Zu weiteren Ermittlungen wurde das Zollfahndungsamt Stuttgart hinzugezogen. Da der Beifahrer in Verbindung zu einer Bar am Hochrhein gebracht werden konnte, wurde durch die zuständige Staatsanwaltschaft in Lörrach eine Durchsuchung der Bar angeordnet. Dort wurden kleine Mengen unversteuerten Wasserpfeifentabaks aufgefunden, daneben auch ein verbotenes Messer sowie eine Pistole, zu der der Besitzer der Bar keine Erlaubnis vorweisen konnte.

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Das Hauptzollamt informiert weiter über Wasserpfeifen- oder Sisha-Pfeifenrauchen, dass bei den Rauchern stark aromatisierte Tabakmischungen aus dem Orient beliebt seien, die bis zu 30 Prozent Feuchtigkeit in Form von Glyzerin und Zuckermelasse enthalten. Ein sehr hoher Glyzeringehalt berge große gesundheitliche Risiken. Laut Weltgesundheitsbehörde werde bei einer solchen Sisha-Sitzung etwa der Rauch von 100 filterlosen Zigaretten inhaliert. Diese Tabaksorten sind in Deutschland weder verkehrsfähig noch dürfen sie zum gewerblichen Handel eingeführt und verkauft werden. Hier dürfen nur versteuerte Sorten verkauft werden, die höchstens fünf Prozent Feuchtigkeit von Glyzerin enthalten.

Autor: BZ