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11. Juni 2011

Martin Graff macht einen Familienausflug in die Oberlausitz

GRENZGÄNGER: Grenzenlos in Görlitz

  1. Brückenschlag vor der Paulskirche in Görlitz Foto: dpa

Es ist nicht das erste Mal, dass Oma Caroline Opfer d’une panne d’essence ist, wenn sie allein durch die Gegend fährt. Ausgerechnet vor dem Schloss Ebnet, ging ihr das Benzin aus, im Augenblick wo der Bus vom FC Freiburg quittait le Garten vom Freiherr Nikolaus von Gayling, vollgepackt mit Kulturtouristen Richtung Görlitz.

Die Freiburger Touristenmannschaft poussa la Rolls Royce de ma grand-mère dans la cour du château, et le Baron von Gayling proposa à Oma Caroline, die Kulturgruppe nach Niederschlesien und in die Oberlausitz zu begleiten. Comme le Baron Oma mit sämtlichen "chère princesse" einlullte, Caroline fut bien incapable zu widerstehen. Schon vor der ersten Pinkelpause im Rasthaus Renchtal hatte Nikolaus von Gayling sie überzeugt, qu’elle était en famille avec les von Gaylings, die aus dem Elsass stammen und während der Französischen Revolution über den Rhein geflüchtet waren.

Oma m’appela au téléphone und bat mich, den Rolls in Ebnet abzuholen, vollzutanken und hinterher zu fahren. Ich holte den Bus erst in Bautzen ein, wo die Freiburger Mannschaft im sorbischen Restaurant von Veronika Malinkowa speiste. Schon gab Oma Caroline an, en tenant un discours in Sorbisch, une langue slave. "Dajce sebi stodzec: Lassen Sie es sich gut schmecken!"

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In Görlitz wohnten wir direkt an der Neisse im Hôtel Mercure, avec une vue directe sur la Pologne, pas loin du pont Johannes Paul II. Il n’y avait plus de chambre disponible pour Oma, so bot der Freiherr Caroline an, sein Zimmer mit ihr teilen: "D’accord, aber mache nicht deinen Dominique Strauss- Kahn, sonst fliegst Du direkt in die Neisse!" De peur de se retrouver accusé de viol, le baron passa la nuit au bar avec un autre noble, der uns begleitete, Konstantin von Sell. Le chauffeur du bus, Andrzej Grotowski les surveilla. Le lendemain erzählte er mir, dass sich die zwei Adligen wegen ihres jeweiligen Waldbesitzes in die Haare gekriegt hatten. Nikolaus fing mit 10 000 Pinien an, les deux steigerten sich Pinie um Pinie hoch. Gegen sechs Uhr morgens besaß Konstantin eine Million Pinien. Finalement les deux nobles s’endormirent dans les bras l’un de l’autre.

Görlitz ist eine wunderschöne Stadt. Frank Vater, le directeur de la Buchhandlung Via Regia, führte uns durch die Altstadt, wo Renaissance und Barock s’entremêlent avec bonheur. Mais la Gründerzeit hat auch fantastische Spuren hinterlassen. "Die Görlitzer sind Schlawiner", erzählte Frank, "sie haben sich immer zwischen Bischöfe und Fürsten durchgewurschtelt." "Wie die Elsässer!", jubelte Caroline."

Schließlich tanzten alle beim Familienfest "Grenzenlos", auf der neuen Europa-Fußgängerbrücke. Oma entraîna Nikolaus dans une Polka volcanique. Le baron fut pris de vertige und ist um ein Haar in die Neisse gefallen! À plus.

Autor: mg