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25. Mai 2010 19:38 Uhr

Feuer in der Dachwohnung

Brand in Betzenhausen: 26 Menschen verlieren ihre Wohnung

Warum die beiden oberen Etagen eines Mehrfamilienhauses am Betzenhauser Torplatz ausgebrannt sind ist weiter unklar, ebenso ob und wann die 26 Bewohner zurück kehren können. Den Schaden schätzt die Polizei auf eine Million Euro.

  1. Großeinsatz am Betzenhauser Torplatz. Foto: Michael Bamberger

  2. Großeinsatz am Betzenhauser Torplatz. Foto: Patrick Seeger

  3. Großeinsatz am Betzenhauser Torplatz. Foto: Michael Bamberger

  4. Großeinsatz am Betzenhauser Torplatz. Foto: Michael Bamberger

Die Ursache des Großbrandes war auch am Mittwoch nicht klar. Die Polizei holte schon dienstags Brandermittler aus dem Feierabend zurück, die am Abend mit ihrer Arbeit begannen. "Der Brandplatz ist beschlagnahmt", sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Schmid. Ein Sachverständiger übernahm am Mittwoch die Ursachenforschung.

Durch das Feuer wurden 26 Bewohner des Hauses mit seinen 14 Wohnungen obdachlos. "Es ist nicht klar wann und ob die Bewohner dort wieder wohnen können", sagt die Polizei. Mitarbeiter der Stadtbau waren vor Ort. Sie bemühten sich, die Betroffenen anderweitig unterzubringen. Die meisten von ihnen fanden bei Bekannten Unterschlupf. Direkt nach dem Brand war die Rede von 40 Bewohnern. Die Zahl wurde am Mittwoch dann auf 26 korrigiert.

Der Großeinsatz begann für die Helfer am Dienstag mit einem Notruf um 17.40 Uhr bei der Feuerwehrzentrale ein: Brand in Betzenhausen-Bischofslinde im Haus Gruberhof 1.

45 Mann der Berufsfeuerwehr sowie mehrere freiwillige Wehren rückten aus, um das Feuer zu bekämpfen. Als die Rettungskräfte eintrafen, stand das obere Stockwerk des Hauses beim Seepark in Flammen. Da die 15 mal 15 Meter große, auf das Gebäude aufgesetzte Etage aus Holz bestand, breitete sich das Feuer rasend schnell aus. "Da war nichts mehr zu machen", sagten die Feuerwehreinsatzleiter Hans-Peter Guschl und Alfred Asal.

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Zwei Verletzte

Aus dem Erdgeschoss des Hauses kamen Hilferufe. Die Wehrmänner retteten eine 73 Jahre alte Frau. Sie wurde wegen Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Ein Feuerwehrmann, der sich während des Einsatzes am Rücken verletzte, musste ebenfalls zur Beobachtung in ein Hospital. Gegen 19 Uhr war das Feuer zum Großteil eingedämmt. Später löschte die Wehr noch Glutnester und hielt Brandwache.

Niemand mehr im Gebäude

Ums Leben kam bei dem Feuer aber niemand. Damit bewahrheite sich die größte Befürchtung der Feuerwehr zum Glück nicht. Ein Bewohner wurde zunächst vermisst. Polizeibeamte befragten die Umstehenden auf der Straße, in der Hoffnung, ihn so ausfindig zu machen. Nachdem die Feuerwehr das ganze Gebäude mit schwerem Atemschutz durchkämmt hatte, stand aber fest: Im Haus ist niemand mehr.

Der Großbrand im Stadtteil Betzenhausen zog zahlreiche Schaulustige an, die die Löscharbeiten der Hilfskräfte verfolgten. Außer den Feuerwehren waren auch die Polizei, Rettungsdienste, Rettungssanitäter und Notärzte im Einsatz – für alle war es nach dem Brand der UB der zweite Großeinsatz innerhalb einer Woche. (Stand: Mittwoch, 13 Uhr)

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Autor: Frank Zimmermann und Peter Disch, aktualisiert am Mittwoch um 13.30 Uhr