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03. Februar 2009

Große Hilfe für kranke Kinder

Krankenunterstützungsverein Gundelfingen spendet: Geldsegen für die Freiburger Kinderkrebsklinik und für den Essenstreff.

  1. Krankenunterstützungsverein Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. In der Kinderkrebsklinik und im Essenstreff Freiburg ist jede Spende willkommen. Jetzt nahmen Professor Udo Kontny (Uni-Kinderklinik) und Horst Zahner (Essenstreff) einen wahren Geldsegen in Empfang: die Mitglieder des Krankenunterstützungsvereins (KUV) Gundelfingen überreichten einen Scheck über 6500 Euro.

Die Zeiten haben sich geändert und mit ihnen die Aufgaben, die sich der KUV Gundelfingen auf die Fahnen geschrieben hat: Einst gegründet als Selbsthilfeorganisation, um kranken, arbeitsunfähigen Mitglieder finanziell zu unterstützen und Hinterbliebenen zur Seite zu stehen, geht der Verein heute  ganz anderen Problemen nach: kranke Kinder, alte, einsame Menschen, Hartz IV, Alkoholabhängige, Förderung der Schüler ...

Um da und dort etwas helfen zu können, arbeiteten die Mitglieder des Krankenunterstützungsvereins wieder das ganze vergangene Jahr, wie Vorsitzender Peter Ficht am Samstag in der Jahreshauptversammlung erläuterte. "Wir haben das Zwiebelkuchenfest ausgerichtet, haben Theater- und Lesenachmittage für Senioren veranstaltet und Spenden eingenommen." 5000 Euro aus den Erlösen dieser Veranstaltungen konnte nun der Vorsitzende an den Förderverein für krebskranke Kinder und 1500 Euro an den Essenstreff übergeben. Wie gut der Förderverein für krebskranke Kinder die Spende brauchen kann, erklärte Udo Kontny. So koste das vom Verein unterhaltene Elternhaus rund 30 000 Euro im Monat. Im Haus, das den Eltern der krebskranken Kinder offen steht, sind auch Sozialarbeiter und Psychologen beschäftigt, die sich um die Familien kümmern. "Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, bedeutet dies, dass die Welt für eine Familie aus den Fugen gerät", erklärte der Arzt. Zur seelischen Not gesellt sich in vielen Fällen auch materielle Not, wenn Vater und Mutter vielleicht unbezahlten Urlaub nehmen müssen oder wenn Alleinerziehende, die arbeitslos sind oder Sozialhilfe beziehen, sich nicht mehr selbst um Behördengänge kümmern können, weil sie von ihrem Kind in der Klinik gebraucht werden. Um diesen Familien helfen zu können, braucht der Verein Spenden.

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Dass die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland immer weiter auseinander klafft, ist nicht neu. Darauf verwies der Gründer des Freiburger Essenstreff im Dreikönighaus, Horst Zahner. Täglich werden dort rund 150 Essen ausgegeben. "Es kommen immer mehr ältere Menschen zum Essen, weil sie arm sind", erklärte Zahner. Die anderen Besucher seien jung, ohne Perspektiven und ohne Zukunftsaussichten. "Wir versuchen den Menschen zu helfen, die sich selbst nicht helfen können – aus welchen Gründen auch immer." Als Dank für die erhaltene Spende spielte der Unternehmer und begnadete Musiker mehrere Stücke auf seinem Saxophon.

Erfreulich für den Vorsitzenden des ältesten Gundelfinger Vereins ist es, dass alle Veranstaltungen im vergangenen Jahr immer wieder gut besucht waren. "Das bestätigt uns im Vorstand." Unermüdlich genutzt werde auch das vom Verein an die Gemeinde gespendete Behindertenfahrzeug, informierte Peter Ficht. "Das Auto ist jeden zweiten Tag unterwegs, um Gundelfinger Bürgerinnen und Bürger zum Arzt, ins Krankenhaus oder in andere für sie wichtige Einrichtungen zu fahren." Das sei natürlich auch den freundlichen Fahrern zu verdanken.

Ficht meldete einen Mitgliederzuwachs, so dass nun der KUV 310 Mitglieder zählt. 62 stimmberechtigte Gäste bestätigten den Vorstand für die nächsten zwei Jahre. Geehrt für langjährige Treue wurden Rosa Krauß und Erich Engler. Vorgestellt wurde auch die neue Homepage des Vereins.

http://www.kuv-gundelfingen.de

Autor: Andrea Steinhart