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27. März 2013

Grüner Kandidat Schanz sieht Chancen

Bundestagsbewerber zu Gast.

  1. Peter Schanz Foto: PRIVAT

GUNDELFINGEN/GLOTTERTAL (BZ). Peter Schanz, Direktkandidat von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Waldshut, der bis nach Gundelfingen und Glottertal reicht sieht "die Mitte der Gesellschaft in Richtung grün verschoben". Für die bevorstehenden Bundestagswahl im September rechnet er sich Chancen im Wahlkreis 288 aus.

Anlässlich einer öffentlichen Mitgliederversammlung der Grünenskizzierte der 50-jährige selbstständige Architekt die Motivation seiner Kandidatur: Seit 30 Jahren ist er bei den Grünen und bemerkt, dass die Themen der Öko-Partei in vielen Politikfeldern in der Bevölkerung mehrheitsfähig geworden sind: "Die Mehrheit der Gesellschaft will inzwischen eine andere Agrarpolitik. Sie will den Ausstieg aus der Atomkraft und die Energiewende", so Schanz. Eine nachhaltige Wirtschafts- und Verkehrspolitik, mehr Bürgerbeteiligung, mehr soziale Gerechtigkeit und der Mindestlohn seien ebenfalls Mehrheitsfähig. "Nicht die Grünen sind konservativer geworden, sondern die Mitte der Gesellschaft hat sich in Richtung grün verschoben", meint der mittelständische Unternehmer.

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Der Kandidat aus Hohentengen am Hochrhein habe nach seiner Nominierung viele Glückwünsche aus Handwerkerkreisen erhalten, die bislang zur CDU tendierten. Der Hochrhein sei "Brennpunktregion": Mit vier Schweizer Atomkraftwerken in unmittelbarer Grenznähe, dem geplanten Atommüll-Endlager, dem umstrittenen Staatsvertrag zum Fluglärmabkommen, dem geplanten Pumpspeicherwerk Atdorf und der A 98 gebe es einige Probleme, die einen grünen Abgeordneten erforderlich machten. Hier im Breisgau gebe es das AKW Fessenheim in der Nachbarschaft sowie im Rheintal den Bahnlärm. Der Schienenbonus müsse für alle Trassen fallen. Es sei notwendig, dass nach Erstellen des 3. und 4. Gleises die alten Trassen für den Güterverkehr gesperrt würden um Platz zu machen für den Ausbau des Personennah- und Fernverkehrs.

Mit Werner Platzer, dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen in Gundelfingen, ist sich der Kandidat einig: Energie ist das große Thema. Gemeindeeigene Werke, wie in Gundelfingen die GWG, seien als Koordinationsstelle für die Energiewende vor Ort wertvoll. Als Architekt wolle er den Landschaftsverbrauch durch immer neue Wohngebiete, eine sinnvolle Wohnungsbaupolitik sowie neue Wohn- und Siedlungsformen in den Fokus stellen.

Autor: fk