Anwohner wollen Tempo 30

Sophia Hesser

Von Sophia Hesser

Do, 13. September 2018

Gundelfingen

Glottertäler verteilen Flugblätter im Ort.

GLOTTERTAL (she). "Freiburg überrollt das Glottertal" – Flugblätter mit dieser Überschrift wurden am Montag und Dienstag in der Gemeinde verteilt. Darin wird Tempo 30 gefordert.

Eine Messung am Ortseingang habe 11 000 Fahrzeuge täglich im Ort ergeben, davon 2750 Schwerlastverkehr, so heißt es im verteilten Schreiben. Der Lärm der Fahrzeuge sei unerträglich. Elisabeth Pinkowski, Verfasserin des Schreibens, will mit einigen Anlieger der Hauptstraße den Gemeinderat auffordern, etwas zu unternehmen. Deshalb legen sie in der kommenden Gemeinderatssitzung den Räten auch ein Schreiben mit ihren Forderungen vor.

"Der Gemeinderat entscheidet in der Sitzung, ob das Thema behandelt werden soll", erklärte Bürgermeister Karl Josef Herbstritt auf BZ-Anfrage. Man habe bereits in der Vergangenheit darüber diskutiert. Weil man im Ort aber häufig landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge überholen müsse, habe man sich gegen Tempo 30 entschieden, weil man es dann ja ständig überschreite. Deshalb gebe es im Ort nun eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 – allerdings nicht durchgehend, sondern nur bei Wohnbebauung auf beiden Straßenseiten. Die Befürchtung Pinkowskis, dass das geplante Tempo 30 auf der B 31 in Freiburg und Falkensteig noch mehr Verkehr ins Glottertal lenkten, bezeichnet Herbstritt aber als fraglich.

6000 bis 10 000 Fahrzeuge fahren täglich durch Glottertal, 3,2 Prozent davon sind Schwerlastverkehr mit Lkw ab 7,5 Tonnen, erklärt Albrecht Simon, Verkehrsdezernent im Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald. "Die Werte sind nicht so, dass wir da ein Problem haben", sagt er. Eine Chance für Tempo 30 sieht er deshalb nicht. Dennoch würde der Verkehr ständig beobachtet. Sollte tatsächlich mehr Verkehr durch Glottertal rollen, "dann handeln wir auch – wie jetzt auch in Falkensteig, wo 30 kommen wird", sagt Simon.

Die Anwohner wollen ihre Forderungen bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 13. September, 19.30 Uhr in der Eichberghalle vortragen.