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22. Februar 2017

Erst einmal Konzerte ohne Orchester

Beim Gundelfinger Kammerchor Cantemus lösen Alfons Beiser und Laura Kaltenbach die zwei bisherigen Vorsitzenden ab.

  1. Der Vorstand des Kammerchors Cantemus: Alfons Beiser, Laura Kaltenbach, Magdalena Thalheimer, Marianne Nägele, Martina Nock, Simone Wegener, Hans-Martin Sumser und Bernhard Schmidt (Chorleiter). Foto: Andrea Steinhart

  2. Der Gundelfinger Chor Cantemus bei einem seiner Konzerte Foto: Privat

GUNDELFINGEN. Alfons Beiser und Laura Kaltenbach sind in der jüngsten Hauptversammlung des Kammerchors Cantemus in Gundelfingen zur neuen Doppelspitze gewählt worden. Sie lösen die Vorsitzenden Anja Schimmeck und Heike Breunig ab, die sich nicht zur Wiederwahl gestellt hatten.

Mit zwei erfolgreichen Haydn-Konzerten und weiteren Auftritten blickte die Interimsvorsitzende Heike Breunig auf ein bewegtes Jahr zurück. "Es war ein sehr schaffiges Vereinsjahr für den Cantemus-Vorstand." Insgesamt traf sich der Vorstand acht Mal. Dabei wurde unter anderem die Ehrenamtspauschale geändert und die Vorsitzende Anja Schimmeck entlastet, die im Juni ihr Amt aus persönlichen Gründen niederlegt hatte. "Außerdem haben wir jetzt einen neuen Probenraum im Gasthaus Sonne, was eine spürbare Erleichterung ist, bei durchschnittlich 70 Sängerinnen und Sänger pro Probe", so Breunig. Bemerkenswert sei die gute Zusammenarbeit des Vorstands mit der Chorgemeinschaft. "Viele haben sich ins Zeug gelegt, so dass wir ein gutes musikalisches Ergebnis erreichen konnten."

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Insgesamt singen beim Kammerchor Cantemus 57 Sängerinnen und Sänger. Aktuell haben sich auch 23 Projektsänger angemeldet. "Ich finde es sehr schön, wenn wir Menschen, die schon immer einmal singen wollten, diese Gelegenheit bieten können", sagte Breunig. Singen könne sehr viel im Leben in Bewegung bringen und Verbindungen schaffen. Eine große Unterstützung sei, dass sich unter den Projektsängern erfahrene Chorsänger befinden. Das sei unter anderem dem Netzwerk des Chorleiters Bernhard Schmidt zu verdanken. Breunig nannte ihn "Sängerseele": Ihm gelinge es auch nach fünf Jahren bei den Proben noch, mit seinem Klavierspiel zu bezaubern. "Es ist wirklich auch eine Besonderheit, dass ein Chorleiter fast alle Stimmlagen singen kann", sagte Breunig. Sie erinnerte daran, dass Schmidt die Organisation der Solisten und Musiker beim Haydn-Konzert übernommen hatte.

"Die Haydn-Konzerte waren sehr emotional – vor allem das Konzert in Ettenheim", resümierte Chorleiter Schmidt. Er probte mit den Mitgliedern 39 Mal. Zudem trat der Chor bei Gottesdiensten sowie bei der Feier des Krankenunterstützungsvereins auf. Bei den Konzerten hätten sich die mitmachenden Solisten sehr wohl gefühlt, erzählte Schmidt. Die Verpflegung sei gut gewesen, die Bezahlung angemessen – "die Musiker und Solisten kommen gerne wieder." Dennoch werden in diesem Jahr nur Projekte ohne Orchester umgesetzt, um Rücklagen zu bilden. Zwei Orgelmessen sind in Planung, ebenso wolle man Ostern bei einer Abendlob-Messe singen und die Christmette in Waldkirch mitgestalten. "2018 werden wir dann eventuell ein größeres Oratorium singen", sagte Schmidt. Daneben plant die Chorgemeinschaft mit dem Partnerchor aus Münchweier eine Fahrt nach Genua – 60 Mitglieder haben sich bereits angemeldet. Organisiert wird die Reise von Alfons Beiser, der einige Jahre die dortige deutsche Schule geleitet hat.

Wahlen: Vorsitzender: Alfons Beiser, Stellvertreterin: Laura Kaltenbach, Schriftführerin: Magdalena Thalheimer, Rechnerin: Marianne Nägele, Beiräte: Martina Nock, Simone Wegener, Hans-Martin Sumser. Heike Breunig und Rosemarie Roos wurden aus dem Vorstand verabschiedet.

Weitere Informationen unter http://www.cantemus-gundelfingen.de

Autor: Andrea Steinhart