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05. Februar 2012 16:45 Uhr
400 Guggemusiker und 60 Guppen
Heiße Fasnet trotz Eiseskälte in Gundelfingen
Rund 400 Guggemusiker gabe sich am Samstag abend und am Sonntagvormittag in Gundelfingen die Ehre. Beim anschließenden Umzug waren 60 Gruppen im närrischen Kostüm dabei.
Die Kälte konnte echte Fasnetsfreunde gestern in Gundelfingen nicht abhalten, sowohl das große Guggemusik-Platzkonzert wie auch den Umzug der Dorfhexen und Fässlistemmer zu besuchen. So kamen zum närrischen Umzug viele Tausend Besucher. In knapp zwei Stunden zogen mehr als 60 Gruppen mit rund 2000 Hästrägern durch das Dorf und verteilten großzügig Konfetti, Bonbons und gute Laune. Bereits Stunden zuvor gaben trotz der klirrenden Kälte rund 400 Guggemusiker beim 6. Gundelfinger Guggeplatzkonzert auf dem "Sonne"-Platz alles. Auf Besucherandrang waren die Organisatoren eingestellt. An Verpflegung – sowohl in fester als auch in flüssiger Form – mangelte es nicht. Mit scheppernden Rätschen zogen die bunten Narren durch die Straßen. Die kleinen Prinzessinnen und Piraten am Straßenrand hielten sich lachend die Ohren zu, um wenig später nach den Bonbons zu schnappen, die durch die Luft flogen. Kaum ein Besucher war vor dem Gurren, Zupfen, Zwicken oder Knuddeln der Narren sicher. Vor allem die jungen Damen, wurden kurzerhand auf klapprigen Gefährten abtransportiert, wenn ihnen die Flucht nicht gelang. Schreckliche "Behandlungen" mussten auch manch andere Zuschauer über sich ergehen lassen, wenn ein Leheneckbestie, ein Burgunder-Kobold oder ein Bäretrieber an ihnen vorbei kamen.
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Gebrauchsspuren im Gesicht hatten die Gässlifätzer, die Stänglihocker und die Oktaväsumpfer. Sie machten am Abend zuvor schon, wie weitere Guggemusik-Gruppen, beim Dorfhexenball laute Musik in der ausverkauften Halle. "Guggenmusik ist einfach toll", sagte ein junger Mann am Straßenrand. Das Guggeplatzkonzert am Morgen hat er sich daher auch nicht entgehen lassen. "Das war eine super tollte Stimmung." Bevor die närrische Rhythmus-Freilicht-Disco in Gundelfingen losging war der "Sonne"-Platz nämlich schon den ganzen Sonntagmorgen in Narrenhand.
Autor: Andrea Steinhart


