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31. Januar 2012

"Helfen, wo Hilfe gebraucht wird"

Krankenunterstützungsverein spendet 5000 Euro für Umbau des Seniorenzentrums Gundelfingen.

  1. Krankenunterstützungsverein Gundelfingen Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. Der Krankenunterstützungsverein Gundelfingen hat ein bewegtes Jahr mit verschiedensten Veranstaltungen hinter sich. Bei der Mitgliederversammlung am Samstag im vollbesetzten Kultur- und Vereinshaus zog Vorsitzender Peter Ficht eine durchweg positive Bilanz.

"In den letzten 25 Jahren haben wir rund 80 000 Euro an gemeinnützige Einrichtungen und Institutionen gespendet. Das ist eine beachtliche Leistung, bedenkt man, dass diese Spenden nur durch das außerordentliche ehrenamtliche Engagement unserer Mitglieder zustande kamen", bedankte sich der Vorsitzende Ficht. Richtig tief in die Tasche griff der Verein auch dieses Jahr wieder und überreichte während der Versammlung den Verantwortlichen des Seniorenzentrums Gundelfingen 5000 Euro für den bevorstehenden Umbau.

"Das bekommt man nicht alle Jahre. Herzlichen Dank", freute sich Hartmut von Schöning, Vorstand des Evangelischen Stifts in Freiburg. Vor rund zwei Jahren hatte er in einer schweren Zeit den Vorsitz des Stifts übernommen. "Die schwere Zeit liegt hinter uns, mittlerweile haben wir bereits am Freiburger Standort Innovatives vollbracht. Das wollen wir in Gundelfingen fortsetzen." So stehen für das Seniorenzentrum demnächst Um- und Erweiterungsarbeiten auf dem Programm.

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Das Evangelische Stift will sich damit heute schon den Herausforderungen durch eine deutliche Zunahme von demenziell Erkrankten stellen. "Die Zahl demenziell Erkrankter wird in den nächsten 15 bis 20 Jahren stark anwachsen und sich bis zum Jahr 2010 verdoppeln", verdeutlichte Peter Ficht. Als das Seniorenzentrum vor zwölf Jahren errichtet wurde, war die Entwicklung der Demenzerkrankungen nicht absehbar. Doch Bewohner, die an Demenz erkrankt sind, brauchen mehr Platz in den zentralen Wohn- und Essbereichen. Diese sollen nun, so berichtet von Schöning, um das Doppelte erweitert werden. Außerdem soll ein Sinnesgarten entstehen. Die gesamten Baukosten belaufen sich dafür auf rund 480 000 Euro, die durch Zuschüsse und Darlehen finanziert werden.

"Mit Ihre Spende werden wir etwas Besonderes anschaffen: Demenz-Sessel, in dem sich die Patienten wohl fühlen werden wie in Abrahams Schoß." Die sanften Schaukelbewegungen, so erläutert der Fachmann, lindern die Symptome einer Demenzerkrankung, die Betroffenen sind ausgeglichener und aufnahmefähiger.

Erwirtschaftet hatte der Krankenunterstützungsverein die Spende durch gesellige Veranstaltungen. Besonders erfolgreich waren dabei der Weinzauber und die Jahresabschlussfeier in der Festhalle, die unter dem Motto stand "Ein Fest der Freude und des Lichts"

"Wir haben viele positiven Stimmen gehört und Wertschätzung erfahren", berichtete Ficht. Nach wie vor wird auch das Behindertenfahrzeug gut in Anspruch genommen. Die Fahrer, Adolf Breisacher, Manfred Bürkle, Dieter Engelbrecht und Bernhard Wichmann bringen mit dem Auto betagte Gundelfinger Bürger zum Arzt, ins Krankenhaus oder zum Einkaufen.

Überaus beliebt ist auch der mit der Nachbarschaftshilfe organisierte Vorlesetreff, bei dem sich die Bürger 2011 neun Mal in locker und geselliger Runde getroffen hatten. Im kommenden Jahr will der KUV mit seinem Wildtäler Bruderverein enger zusammenarbeiten. Ficht: "Wir sind im Gespräch, gemeinsame Veranstaltungen zu planen."

Der älteste Verein Gundelfingens hat derzeit 326 Mitglieder. Sieben davon konnte Ficht für ihre 25-jährige Treue ehren. Martin Klaiber und Rolf Klaiber erhielten sogar die goldene Ehrennadel für 35 Vereinsjahre und Gottfried Frey und Alfred Winkler wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Hinweis: Weitere Information unter http://www.kuv-gundelfingen.de oder unter 5911-200 (Peter Ficht).

Autor: Andrea Steinhart