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19. Mai 2009

"Ich weiß, dass es sinnvoll ist"

Ein Manager fürs Dorfleben: Heute Abend wird Klaus Wächter die Landesehrennadel zur Gundelfinger Bürgerehrung verliehen.

  1. Klaus Wächter Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. Mit einer Themenwoche hat die ARD vergangene Woche das Ehrenamt entdeckt – in Gundelfingen wird das soziale Engagement schon lange großgeschrieben. Und wer sich in der Gemeinde damit beschäftigt, kommt an Klaus Wächter nicht vorbei. Sein Name ist bekannt. Er ist vor Ort mittlerweile so etwas wie ein Synonym fürs Engagement geworden. Und genau für diesen Einsatz, der seinen Mitmenschen zugute kommt, wird Wächter heute, Dienstag, ausgezeichnet. Er bekommt die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.

Viel Lob und anerkennende Worte von bedeutender Stelle hat Klaus Wächter in der Vergangenheit schon mehrfach gehört. Nun aber wurde er mit einer Auszeichnung überrascht, die mit Sicherheit einen besonderen Platz erhält: Die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg. "Ich habe eigentlich nie groß darüber nachgedacht, wie viel Arbeit auf mich zukommen wird. Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit, denn ich weiß, dass es sinnvoll ist, sich für das Gemeinwohl einzusetzen", sagt Wächter.

Er nehme die Auszeichnung nur in dem Bewusstsein an, dass alle Bürger ermuntert und angespornt werden sollten, sich auch weiterhin ehrenamtlich für das Wohl der Gemeinde Gundelfingen einzusetzen.

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Überhaupt, so betonte der Geehrte, gebühre die Auszeichnung ihm nicht allein, sondern zum großen Teil seinen Mitstreitern. "Auf deren tatkräftige Mithilfe konnte ich immer zurückgreifen."

"Klaus Wächter ist eine herausragende aktive Persönlichkeit", meint Bürgermeister Reinhard Bentler. Auf seinen Vorschlag hin wurde die Auszeichnung beantragt. "Mit seiner Lebenserfahrung, seinem professionellen Handeln, seiner Loyalität und seinem fulminanten Einsatz um die Vereine in Gundelfingen, Wildtal und Heuweiler hat er sich große Verdienste erworben."

Außerhalb seiner beruflichen Tätigkeiten hat Wächter, seit 1972 verheiratet und Vater von zwei Kindern, sich als Vorsitzender der Gundelfinger Turnerschaft (GTS) einen Namen gemacht. Unter dem Vorsitz Wächters war die GTS Ausrichter einer Jugend-Olympiade für Orientierungslauf mit Teilnehmern aus Deutschland, Schweiz, Frankreich, Österreich und Ungarn. Unter seiner Regie war die GTS zudem Ausrichter zahlreicher nationaler und internationaler Meisterschaften im Orientierungslauf.

1998 übernahm der gelernte Maschinenschlosser und Reserveoffizier von seinem Vorgänger Wilfried Mühl eine noch bedeutendere Aufgabe, nämlich den Dienst des ehrenamtlichen Geschäftsführers der Interessensgemeinschaft der örtlichen Vereine von Gundelfingen, Wildtal und Heuweiler (IGV). "Dabei hat er Hervorragendes geleistet."

Dem Geehrten sei es zu verdanken, dass die Mitgliedsvereine in der IGV harmonisch und einvernehmlich miteinander kooperieren, ob es um Nutzungsstunden der örtlichen Einrichtungen gehe oder um Terminüberschneidungen bei Veranstaltungen. "Ohne seinen großen ehrenamtlichen Einsatz hätte sich das Vereinsleben in Gundelfingen sicherlich nicht so positiv weiterentwickelt, wie es sich heute präsentiert", ist sich der Rathauschef sicher.

Überhaupt profitierte die Gemeinde von seinem Wirken. "Für uns war es ein Glücksfall, dass sich die IGV unter dem Vorsitz von Klaus Wächter, so in die Vorbereitungen der 1000-Jahr-Feierlichkeiten eingebracht hat. In dem Arbeitskreis "1000 Jahre Gundelfingen" wurden über 60 Jubiläumsveranstaltungen unter der Mitarbeit der IGV koordiniert. Durch die fantastische Unterstützung der Gundelfinger Vereine, geführt und koordiniert von dem Ausgezeichneten, konnte sich die Gemeinde so prächtig einem nationalen und internationalen Publikum beim Dorffest präsentieren.

Die Auszeichnung mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg, ist laut Bentler, eine wohlverdiente Anerkennung für die bisherige Lebensleistung von Klaus Wächter zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Gundelfingen. Das will der Geehrte aber nicht so gelten lassen. "Ich freue mich, dass ich diese Auszeichnung erhalte, aber ohne meine Mitkämpfer hätte ich das alles niemals schaffen können."

Autor: Andrea Steinhart