Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

04. Februar 2012

Kinder lernen spielerisch Englisch

Melanie Enderle: "Zwei Sprachen sind nicht zu viel für Kinder" / Erfahrungen mit Spracherwerb im Kleinkindalter.

  1. ClubK-Sprachen Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. Seit fünf Jahren können Kinder in Gundelfingen und in der Region spielerisch die englische Sprache kennenlernen und Freude an dieser Sprache entwickeln. Angeboten werden die Kurse vom "Clubk-Sprachen". Organisiert und verwaltet wird das regionale Angebot von Melanie Enderle aus Gundelfingen.

Englisch gehört in der heutigen Zeit praktisch zur Grundausstattung eines weltoffenen Menschen. Deshalb wollen viele Eltern, dass ihre Kinder früh die Sprache erlernen – - quasi nebenher und das am besten perfekt. "Solche Vorstellungen sind natürlich utopisch", erklärt Melanie Enderle aus Gundelfingen. "Aber pro Kurs lernen sie rund 450 Vokabeln – und das spielerisch." Das Konzept, nach dem die Sprachkurse für Kinder von 3 bis 11 Jahren angeboten werden, gibt es deutschlandweit. An manchen Orten werden neben Englisch auch Französisch und Italienisch angeboten. Enderle: "Zwei Sprachen sind nicht zu viel für Kinder. Wie schnell Kinder Fremdsprachen lernen, erlebte ich vor Jahren, als meine Tochter noch sehr klein war", begründet Melanie Enderle ihren Schritt in die Selbständigkeit. Rasch und ohne Scheu nahm die damals dreijährige Tochter die englische Sprache auf. Doch in der Gegend gab es nirgends einen Sprachenkurs für Kleinkinder. Also machte sie sich auf die Suche und fand das Konzept ClubK. Schnell merkte sie, dass das Lernkonzept erfolgreich und auch bei anderen Eltern begehrt ist. Heute organisiert sie 50 Kurse in denen geschulte Kursleiterinnen rund 300 Mädchen und Jungen "unterrichten".

Werbung


"Wir setzen auf rein spielerische Prozesse. Das heißt, die Kinder singen englische Lieder, spielen mit Mopsi, einem kleiner Bär, der nur englisch sprich, oder hören englische Geschichten. So eingetaucht in das englische Sprachbad lernen die Kinder ganz nebenbei einen aktiven Wortschatz", erklärt Enderle. Das alles geht ohne Schulbücher und ohne Druck. Die Kursleiterinnen, manche von ihnen englischsprachige Pädagoginnen, sprechen mit den Kleinen nur in der Fremdsprache. "So bekommen die Mädchen und Jungen während des Spielens und Toben ein Gefühl für die Sprache und saugen sie quasi nebenbei auf."

"Mopsi, wake up!", schreien die Kinder

Dabei helfen die kindliche Neugierde und das immer wiederkehrende Wiederholen der Begriffe. Durch die ständige Anwendung der fremden Sprache werden die Kinder animiert, viel zu sprechen, Sätze frei zu formulieren und sich mit anderen beim Spielen in Englisch zu verständigen. Eine entscheidende Rolle beim Aneignen einer fremden Sprache ist das Alter. Enderle: "Je jünger, desto besser. Begegnen Kinder erst später einer fremden Sprache, wird es bedeutend schwerer." Bis zu ihrem siebten Lebensjahr sollten Kinder daher regelmäßig und über einen längeren Zeitraum mit einer Fremdsprache in Berührung kommen. Dann, so die Leiterin, sind sie generell wissbegieriger und leistungsfähiger, was sich auf den späteren Schulerfolg auswirkt.

Schwächere Kinder werden mit dem ständig schlafenden "Mopsi" motiviert: "Mopsi wake up!", schreit es durch den Raum. Auch die Kinder in Vörstetten haben bereits Erfahrung mit der Sprache gesammelt – und zwar in sehr kurzer Zeit. "Es macht richtig Spaß und es ist echt schade, wenn die Spielstunden so schnell zu Ende sind", sagt Antonia (9).

Hinweis: Informationen zu Terminen und zu Kursorten unter http://www.clubk-sprachen.de und bei Melanie Enderle, Gundelfingen, unter Telefon: 2088517 oder E-Mail: m.enderle@clubk-sprachen.de.

Autor: Andrea Steinhart