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26. September 2016

Neue Werkshalle für mehr Wachstum

Pumpenhersteller Hermetic eröffnet in Gundelfingen ein neues Produktionsgebäude und feiert das 150-jährige Bestehen der Firma.

  1. Mitarbeiter erklärten den Gästen die Pumpen-Herstellung. Foto: Andrea Steinhart

  2. Christian Dahlke, Bürgermeister Raphael Walz, Nicolaus Krämer, Architekt Klaus Wehrle, Christiane Krämer, Walter Schmitz und Wolfgang Krämer (von links nach rechts) durchschneiden das symbolische Eröffnungsband für die neue Produktionshalle von Hermetic. Foto: Andrea Steinhart

  3. Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. Insgesamt 20 Millionen Euro investiert das Familienunternehmen Hermetic-Pumpen GmbH in den kommenden Jahren in den Standort Gundelfingen, das Herz und Hirn des Konzerns. Der Großteil des Geldes, ein nicht näher bezifferter zweistelliger Millionenbetrag, floss in eine neue Produktionshalle, die jetzt im Rahmen der Feier zum 150-jährigen Firmenbestehen eröffnet wurde.

"Wir sind stolz auf das Projekt – mit dem Neubau der Werkshalle 5 tragen wir nun dem Bedarf nach immer größeren Pumpen und dem jahrzehntelangen Wachstum auf internationalen Märkten Rechnung", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung Nicolaus Krämer am Eröffnungstag. Die Verantwortlichen freuen sich, im Jubiläumsjahr den Neubau einweihen zu können, mit dessen Kapazität es laut Krämer möglich werden könnte, "die Umsätze langfristig zu verdoppeln".

Dank des Know-Hows und der guten Arbeit der Mitarbeiter in Gundelfingen hebe sich die Technologie und Qualität von Hermetic-Pumpen vom internationalen Wettbewerb ab. Ein guter Grund dafür, den Standort zu erweitern. Krämer: "Außerdem stehen wir zu unserer Verantwortung und zum Standort Gundelfingen." Er lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat. Geplant wurde die imposante Halle von den Architekten der Carree-Planungsgesellschaft, gebaut von Handwerksfirmen, die zu 90 Prozent aus der Region kommen. "Die Arbeit am gemeinsamen Werk hat Spaß gemacht", sagte Klaus Wehrle, Geschäftsführer der Carree-Planungsgesellschaft. Auch weil man es fast nur mit Technikern des Bauherrn zu tun hatte – allen voran, Mitgesellschafter Werner Dahlke, der für die Kaufleute bei Hermetic die Bausprache der Architekten übersetzt habe.

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"Das ist ein historischer Moment und ein besonderer Tag für Gundelfingen", freute sich Bürgermeister Raphael Walz. "Die Hermetic-Pumpen und die Gemeinde Gundelfingen sind eng miteinander verbunden." Nicht nur, dass das Unternehmen 1967 eine der ersten Firmen im Gundelfinger Industriegebiet war, es ist heute auch der größte Arbeitgeber und ein guter Steuerzahler, betonte Walz. Die hohen Investitionen sind für ihn vor allem ein Zeichen der Solidarität und für den Standort Deutschland.

Mit dem Neubau vergrößert Hermetic-Pumpen ihre Produktionsfläche um 3500 Quadratmeter auf stolze 21 700 Quadratmeter. Das wurde notwendig, um Produktionsabläufe zu optimieren. Die neue Halle ist teilweise 16 Meter hoch, um Großpumpen zu montieren. Außerdem sind dort eine vollautomatische Lackieranlage, ein neues Versandzentrum und ein Hightech-Testfeld untergebracht. Schon bisher wurden alle Pumpen geprüft, bevor sie in den Versand gingen. Nun aber können auch Pumpen mit bis zu 1,6 Megawatt Leistung getestet werden.

Hermetic-Pumpen GmbH

Rund 740 Mitarbeiter gehören weltweit zum Unternehmen, das vor allem Spaltrohrmotorpumpen, Magnetkupplungspumpen und Vakuumpumpen entwickelt und herstellt. Davon arbeiten rund 440 Angestellte am Stammsitz in Gundelfingen. Der Pumpenhersteller bietet seinen Kunden in 43 Staaten ein Beratungs- und Servicenetz. 2010 stellte Hermetic weltweit knapp 6800 Pumpen her, im vergangenen Jahr mehr als 9000 Pumpen. 20 Prozent der Produktion erfolgt in Deutschland. Zu den Kunden gehören unter anderem BASF, Shell und Aral.  

Autor: kbl

Autor: Andrea Steinhart