Polizei ist "echt cool" unterwegs

Andrea Steinhart

Von Andrea Steinhart

Do, 13. September 2018

Gundelfingen

Die Gundelfinger Streife wacht zwei Wochen lang mit Segways über die Schulanfänger.

GUNDELFINGEN. Sie sind cool, schnell und wendig und wer auf einem Segway unterwegs ist, bekommt Aufmerksamkeit. "Genau das ist die Absicht", sagt Gert Poleski, Polizeikommissar vom Polizeiposten Gundelfingen. Noch bis Ende nächster Woche werden die Elektromotorroller, mit der die Gundelfinger Polizei für die Sicherheit des Schulwegs sorgt, das Straßenbild prägen.

"Vor allem die Erstklässler, die sich ab nächster Woche zum ersten Mal auf den Weg zur Schule machen, können in brenzlige Situationen im Straßenverkehr kommen", sagt Poleski. Die Gundelfinger Polizei wird daher vor allem in der Ortsmitte an den Fußgängerüberwegen präsent sein. Denn manchmal sind die Autos zu schnell unterwegs, oder achten nicht auf Kinder an den Fußgängerüberwegen. "Oder die Eltern fahren ihre Kinder bis vor die Schule und sorgen durch falsches Parken für unübersichtliche Verhältnisse", berichtet Poleski.

Während bei der Gundelfinger Polizei die Schulweg-Überwachung schon seit vielen Jahren auf dem Programm steht, ist doch ihr Fortbewegungsgerät neu: Bis zu 20 Kilometer pro Stunde fahren die Elektromobile und Spaß macht es auch. Die Batterie hält für ungefähr 30 Kilometer.

Der Einsatzradius erweitert sich enorm

"Wir haben extra eine Schulung erhalten, um die Segways steuern zu können", erzählt Polizist Simon Schyle bei der Vorstellung. Deshalb stehen die beiden Polizisten auch ganz locker auf der Plattform ihrer Geräte, die für den Polizeidienst aufgerüstet worden sind. Wenn sie sich nach vorne beugen, fahren die Segways los. Die Beamten bremsen und beschleunigen, drehen nach links oder rechts durch Gewichtsverlagerung. "Segways sind wendig, man kann sich sogar auf der Stelle drehen", erklärt Schyle. Auch der Einsatzradius erweitert sich im Vergleich zu einer Fußstreife enorm.

"Das sieht ja echt cool aus", ruft ein Zweitklässler, als die beiden Ordnungshüter mit elegantem Schwung auf den Schulhof rollen, um dort die falsch parkenden Autos zu vertreiben. Einige Kinder würden, wenn sie dürften, gleich mitfahren. "Auch die Leute finden es gut und man kommt so auch mit den Bürgern schnell ins Gespräch", sagt Poleski.