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15. November 2010
Premiere des Musicals „Footloose“ im Albert-Schweitzer Gymnasium
Heute ist Premiere des Musicals "Footloose" im Albert-Schweitzer Gymnasium Gundelfingen / Schon Generalprobe war begeisternd.
GUNDELFINGEN. Flotte Sprüche, fetzige Rhythmen und mitreißende Tanzeinlagen – das Musical "Footloose" des Albert-Schweizer Gymnasiums Gundelfingen hat einiges zu bieten und verspricht ein voller Erfolg zu werden. Grundlage des Musicals ist der gleichnamige Film aus den 80er Jahren. Die Premiere findet heute um 19.30 Uhr im Rondell des Gymnasiums statt.
Es ist Freitagabend, Generalprobe: Noch einmal tief durchatmen, noch ein Blick, ob alles sitzt, das Mikrofon eingeschaltet ist, und dann heißt es auch schon Bühne frei und das Schauspiel kann beginnen: Schlimmer könnte es für Ren McCormack (Jonathan Löffelbein) kaum kommen – vom Vater verlassen, stehen Mutter und Sohn mit leeren Händen da und sind gezwungen, aus dem aufregenden Chicago zur Schwester der Mutter in eine unbekannte Kleinstadt mit Namen Bomont zu ziehen. In dieser Stadt ist alles anders und Ren eckt bald an unzähligen Ecken und Kanten an. Schnell ist "der Neue" als Unruhestifter und Rebell in der ganzen Stadt bekannt. "Stimmen, die über jede Bewegung berichten. Finger, die auf dich zeigen" singen Rusty (Johanna Deißler), Urleen (Kira Henkel) und Wendy Jo (Weronika Szczerek) und Ren weiß bald, was das zu bedeuten hat. Als er schließlich auch noch das unantastbare Tanzverbot aufheben will, bringt er die halbe Stadt gegen sich auf, denn "das Tanzen ist im Bezirk Bomont von jedem und zu jeder Tageszeit verboten!"
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Doch nicht alles in dieser Stadt ist schlecht: Ariel (Miriam Bienger), die schöne Tochter des Reverents, scheint dem Rebell Ren nicht ganz abgeneigt zu sein. Ist sie doch auch nur seiner Unangepasstheit wegen mit dem berüchtigten Chuck Cranston (Dominik Vögtle) zusammen. Konflikte zwischen Ren und Chuck sind natürlich vorauszusehen. Gut, dass Ren mit dem gutmütigen Raufbold Willard Hewitt (Tobias Ziebold) einen Freund gefunden hat, der ihm mit Rat und Tat zur Seite steht.
Die Rollen sind alle hervorragend besetzt: Gustav Kortenhaus spielt Reverend Shaw Moore so authentisch, dass man ihn sich kaum ohne das schwarze Gewand des Pastors vorstellen kann. Caroline Sura (Vi Moore) überzeugt mit ihrer warmen Stimme, in grauem Faltenrock und beiger Strickjacke als Mutter, die zwischen die Fronten gerät. Dominik Vögtle gibt sich mit der Rolle des Chuck Cranston total glaubwürdig als der Schreck jeder Mutter und Johanna Deißler (Rusty), Kira Henkel (Urleen) und Weronika Szczerek (Wendy Jo) glänzen als die drei quirligen Freundinnen Ariels. Auch Tobias Ziebold macht als Willard eine hervorragende Figur, besonders in seinem Solostück sticht seine dunkel Stimme hervor.
Die beiden Hauptdarsteller sind Glücksgriffe: Miriam Bienger ist stimmlich wie charismatisch eine zauberhafte Ariel – mal arrogant und kühl, mal traurig und sehnsuchtsvoll nach der wirklichen Liebe, gibt sie die rebellische Pastorentochter. Und Jonathan Löffelbein überzeugt mit seiner Stimme und seiner Darstellung als tanzwütiger und rebellischer Ren. Die musikalische Leitung hat Reinhard Vogel inne. Er dirigiert die Aufführungen und muss ein großes Blickfeld haben – vor ihm sitzt das Orchester, auf der Bühne stehen die Darsteller und erwarten ihren Einsatz.
Evelyn Eble studierte die Chorstücke und Choreographie mit dem Chor und den Solisten ein und Wolfgang Spreckelsen, Leiter der Theater AG, führt erstmals bei einem Musical Regie. "Kurz nach Pfingsten begannen die Proben des Chors und des Orchesters", erzählt Wolfgang Spreckelsen. Die szenischen Proben fingen erst nach den Sommerferien an, doch die kompletten Herbstferien opferten die Darsteller für ihr Musical. Es eine große Leistung, die hier alle gemeinsam präsentieren. Mehr als 850 Stunden Arbeit stecken in dieser Aufführung, unzählige Stunden üben, sei es Text, Tanzschritte oder Noten.
Autor: Laura Schmid
