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12. November 2014

Sentimental, romantisch und humorvoll

Die Gareth-Reaks-Combo löste beim Gundelfinger Kunstverein wahre Begeisterungsstürme aus.

  1. Die Künstler (von links): Eric Karle, Gareth Reaks, Olga Krasotova, Andres Buchholz und Hildegard Brinkel. Foto: Annette Preuss

GUNDELFINGEN. Auf Einladung des Kunstvereins gab die Gareth-Reaks-Combo im Rathausfoyer Gundelfingen ein Debüt: Unter dem Titel "Foolish things" präsentierte sie eine Auswahl aus dem Great American Songbook und stellte damit gleichzeitig ihre neue CD vor. Es war der erste öffentliche Auftritt der Band in weitgehend neuer Zusammensetzung.

"You’d be so nice to come home to" von Cole Porter eröffnete den Abend. Von Anfang an überzeugte Hildegard Brinkel mit ihrer sonoren Stimme. Sie "nahm", in musikalischer Hinsicht, die Zuhörer "an die Hand" und führte sie durch den Abend. Ihrem ausdrucksstarken Gesang entsprachen die, teilweise auch solistischen, Interpretationen Gareth Reaks am Vibraphon, dessen filigraner Klang als Gegenüber der Gesangssolistin fungierte.

Reaks übernahm im Wechsel mit Brinkel die Einführung in die Stücke, beide vermittelten die Inhalte der Songs, durchaus mit launigen Umschreibungen der Dinge, die man "öffentlich nicht ausspricht", aber musikalisch umso besser thematisieren kann. Dazu trugen wesentlich Olga Krasotova (Klavier), Andres Buchholz (Kontrabass) und Eric Karle (Schlagzeug) bei, letzterem mit mehreren herausragenden Soli, insbesondere in "A night in Tunisia".

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Die einzelnen Mitglieder der Combo boten hervorragende Leistungen, so in "Too darn hot", als das Klavier den rhythmischen Part übernimmt und dann gekonnt vom Schlagzeug abgelöst wird. Viel Zwischenapplaus – nicht nur an dieser Stelle. "Makin whoopee", ein reines Instrumentalstück, gab Andres Buchholz am Kontrabass die Gelegenheit, sein Meisterschaft zu zeigen.

Das American Songbook sei ein "Schatzkiste klassischer populärer Songs", so zu lesen auf dem Informationsblatt, und die Gareth-Reaks-Combo habe sich zum Ziel gesetzt, die Popularität des Great American Songbook zu erhalten. Im Programm hatte die Band bekannte Jazzsongs der 1920er bis 1960er Jahre. Die Lieder erzählen Geschichten, nehmen im Refrain jeweilige Stimmungen auf ("Heaven, I’m in heaven), drücken menschliche Beziehungen aus (I’m thru with love"), handeln von den kleinen Dingen, nicht den großen Versprechungen ("That’s all").Das begeisterte Publikum belohnte die Künstler mit tosendem Applaus und ließ Rosen regnen. "These foolish things" bildete die Zugabe. Alle freuen sich über das Versprechen von Ulrike Bach, der Vorsitzenden des Kunstvereins, die Combo wieder nach Gundelfingen einzuladen.

Autor: Annette Preuß