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13. Oktober 2016

Singen gegen Krieg und Vertreibung

"Cantemus!" in Gundelfingen.

GUNDELFINGEN (preu). Seit geraumer Zeit werden durch die Ankunft vieler Flüchtlinge in Deutschland Not und Leid vor Augen geführt. Betroffen müssen die Bürger mitansehen, wie der Bürgerkrieg in Syrien und andere Konfliktherde Menschen ins Elend stürzen. Joseph Haydn hat bereits im 18. Jahrhundert Werke verfasst, die sich mit Krieg, Vertreibung und der Hoffnung auf Frieden, Recht und Freiheit beschäftigen. Der Kammerchor "Cantemus!" und der Kirchenchor Heilig Kreuz Münchweier, unter der Leitung von Bernhard Schmidt, haben sich mit der musikalischen Verarbeitung kriegerischer Auseinandersetzungen und gesellschaftlicher Umwälzungen beschäftigt. Aufgeführt werden in Konzerten die Sinfonie Nr. 100, die Militärische genannt, die Missa in tempore belli – übersetzt Messe in Zeiten des Krieges, auch als Paukenmesse bekannt – und die deutsche Nationalhymne. Als Solisten werden Angelika Lenter die Sopran- , Hanna Roos die Alt- , Nikolaus Pfannkuch die Tenor- und Manfred Bittner die Bassstimme singen. Zwischen den Musikstücken werden Berichte von Zeitzeugen verschiedener Kriege gelesen: von den Türkenkriegen über die Napoleonischen Kriege, den Zusammenbruch Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu den Krisen heutiger Zeit. Es ist der Wunsch aller, dem Publikum die Bedeutung von Musik als kulturelles Gedächtnis nahezubringen.

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Konzerte am Samstag, 15.Oktober, 19 Uhr, in der Festhalle Gundelfingen und am Sonntag, 16. Oktober, um 18 Uhr in St. Bartholomäus in Ettenheim. Der Eintritt kostet 14 Euro im Vorverkauf (bei der Buchhandlung Brand) und 16 Euro an der Abendkasse, für Schüler und Studenten acht Euro.

Autor: preu