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26. Juni 2009

"Wasser und mehr" als beweglicher Spiegel

Die Würzburger Künstlerin Dorle Wolf stellt im Gundelfinger Rathaus Motive mit Regen, Tau, Schnee oder Wolken aus

  1. Wasser und mehr / Dorle Wolf Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. "Wasser und mehr" ist der Titel der künstlerischen Arbeit von Dorle Wolf, die sie auf Einladung des Gundelfinger Kunstvereins noch bis 15. Juli im Rathaus-Foyer zeigt.

Die in blauen, harmonisch gehaltenen Tönen geschaffenen Bildern entfalten durch eine farblose Rot-Grün-Brille sogar räumliche Tiefe. Farbflächen heben sich vom Malgrund ab, werden zu Farbräumen, die sich vor den Augen verändern und erst nach und nach die volle Tiefe erscheinen lassen. Sie erinnern an die farbigen Lichter, die sonnendurchschienene Kirchenfenster auf den Boden malen.

"Diese Art, Illusion von räumlicher Tiefe zu erzeugen, beruht auf der ureigensten Eigenschaft der Farbe selbst", beschreibt Dorle Wolf in ihrem Katalog. Das Lieblingsthema der Würzburger Künstlerin ist derzeit das Wasser, der bewegliche Spiegel, der die Welt auf den Kopf stellt und dabei die Farben der Landschaft einfängt. "Wasser ist an Schönheit kaum zu überbieten – dazu tragen die Erscheinungsformen wie Regen, Tau, Schnee, Eis, Dunst oder Wolken bei." Nicht verwunderlich daher die Namen ihrer Werke: "Im Schimmer der Wellen" oder der "Der Tümpel", großformatige Wachs- und Acrylbilder auf Leinen und Holz.

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Als Dorle Wolf sich der Malerei verschrieb, hatte sie über 20 Jahre im Labor ihres Mannes mitgearbeitet – zuletzt an Fragen der Wahrnehmungspsychologie. Sie begann ganz gegenständlich und ist heute bei der freien ausdrucksstarken Farbmalerei angelangt.

Um Stimmungen, emotionale Erfahrungen, Erinnerungen, Düfte, Musik in den Bildern zu bannen, setzt sie auf die Ausdruckskraft der Farbe. Dabei arbeitet die Künsterlin in vielen transparenten Schichten, oft so dünn aufgetragen, dass dabei Interferenzfarben entstehen. Um die Lebendigkeit ihrer Farben zu gewinnen, erfindet sie neue Techniken oder kombiniert alte mit neuen.

Hinweis: Die Werke sind zu sehen im Gundelfinger Rathaus von montags bis donnerstags von 8 Uhr bis 12 Uhr, Montagmittag von 14 Uhr bis 17 Uhr, Mittwochmittag von 14 Uhr bis 18 Uhr und freitags von 8 Uhr bis 12.30 Uhr.



Autor: Andrea Steinhart