Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
01. Februar 2012
"Zwangstherapien" wird aufgeführt
Der Gundelfinger Verein "Freilichtbühne" geht motiviert ins neue Jahr / Noch fehlen Nachwuchsschauspieler.
GUNDELFINGEN "Zwangstherapie" heißt das Theaterstück, das die Mimen der Freilichtbühne Gundelfingen in der Saison 2012 aufführen werden. Dafür wurde nun sogar die Technikanlage profimäßig erweitert. Doch dem Verein fehlen auch Nachwuchsschauspieler.
Schwarze Zahlen bescherte die vergangene Spielsaison. "Das ist vor allem dem großen Engagement der Spieler zu verdanken", sagte Vorsitzende Gabriele Blawert bei der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend. Neben dem im vergangenen Jahr gespielten Stück "Teufelsweiber" wurde auch das Kinderstück "Ulu sucht Mumu" zu einem großen Erfolg. "Der Wunsch nach zusätzlichen Aufführungen wurde mehrmals an uns herangetragen." Doch für weitere Auftritte braucht die Freilichtbühne mehr aktive Mitspieler. "Wir brauchen frisches, junges Theaterblut." Jeder, der gerne auf einer Bühne stehen möchte, ist bei der Freilichtbühne daher willkommen, sagte die Vorsitzende.Die Vereinskasse wurde mit aufgefüllt durch die Gundelfinger Veranstaltungen, an denen sich die Mitglieder beteiligt hatten, verdeutlichte die Rechnerin Monika Blümmel. So war die helfer der Freilichtbühne aktiv beim Frühlingsmarkt, der Gewerbenacht und auf dem Weihnachtsmarkt. Zwar fühle sich Ursula Willmann, die Organisatorin des Bewirtungsteams, oft als "Bittstellerin", wenn es um die Hilfe bei den Veranstaltungen geht, doch letztendlich höre sie nie ein Nein.
Werbung
Deutlich wurde dies auch bei der Mitgliederversammlung: Innerhalb von einigen Minuten konnte sie den Arbeitsplan für den Bewirtungsstand auf dem "Sonne"-Platz am Sonntag beim Fasnetumzug erstellen. "Wir sind ein kleiner Verein, umso mehr müssen wir zusammenhalten."
Unterstützung erhielt der Verein im vergangenen Jahr auch durch Spender. "Wir haben fast 1500 Euro Spenden erhalten. Vielen Dank dafür." Eine weitere Spende kommt demnächst dazu: Die Raiffeisenbank schüttet Geld aus dem Gewinnspartopf aus und die Freilichtbühne ist einer der Vereine, die davon etwas abbekommen. "Davon wollen wir uns eine professionelle Anlage mit Mischpult und Lautsprecher kaufen", freut sich Jürgen Haeußler, zuständig für die Technik. Headsets, die mit dem nächsten Überschuss gekauft werden, können an die neue Anlage problemlos angeschlossen werden.
Eine neue Errungenschaft ist außerdem eine neue Technik-Hütte, die künftig hinter dem Zuschauerbereich stehen wird. "Damit ersparen wir unser allabendliches Auf- und Abbauen", sagte Haeußler. Die neue Technikerhütte ist stabil und einbruchsicher. Große Sorgen haben die Mitglieder hingegen mit der Unterbringung von den großen Bühnenteilen und Zubehör. "Das brennt uns richtig unter den Nägeln– wir brauchen dringend eine Garage, doch bisher hat sich noch niemand auf unsere Anzeigen gemeldet" , so Haeußler.
Das neue, im Sommer gespielte Stück schließt sich an das vorherige an. "Wir machen dort weiter, wo wir aufhörten und begleiten Markus zu seinen Therapiestunden", erzählt die Regisseurin Sigrid Ellenberger, die auch das neue Stück selbst geschrieben hat. Tina Sommer, die Therapeutin, muss unbedingt zur Kur und wird daher von ihrer Mutter vertreten, die alles, was vorbei kommt "zwangstherapiert". "Es wird lustig, das garantiere ich." Ein Kinderstück gibt es im Sommer nicht.
"Der großartige Erfolg spricht für die Leistungsfähigkeit des Vereins und für das Können der Regisseurin", sagte Vereinssprecher Klaus Wächter. Und wenn man bedenke, wie groß die Konkurrenz der theaterspielenden Vereine im Ort ist, dann sei der Erfolg gleich noch größer.
Autor: Andrea Steinhart
