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11. März 2010

"Alles, was Atem hat..."

Frauengemeinschaft: Solidarität mit Kamerun am Weltgebetstag.

  1. Nach dem Beten kommt das Essen: Landestypische Gerichte aus Kamerun hatten die Frauen für den Abend vorbereitet. Foto: Christine Speckner

GUTACH. "Alles was Atem hat, lobe den Herrn." So lautete das Motto des Weltgebetstages 2010, zu dem unter anderem die katholischen Frauengemeinschaften von Bleibach, Gutach und Siegelau am Freitag eingeladen hatten. Den Gottesdienst in der Bleibacher Kirche St. Georg feierten die Frauen in Solidarität mit Frauen aus Kamerun. Zu Gast an diesem Abend war Christian Hess, Rektor am Priesterseminar Freiburg.

"Das ist eine gute Sache, was ihr da macht", sagte Christian Hess in seiner Ansprache. Der Freiburger Priester hat während seines Studiums ein Jahr in Kamerun gelebt. Er kennt die Situation dort: Ein Land mit über 250 verschiedenen Sprachen und enorme ethische, geographische und religiöse Vielfalt wird Kamerun auch "Afrika im Kleinen" genannt. Ein Land, reich an Bodenschätzen, aber leider entwickle es sich nicht so, wie es könnte, so Hess. Vor allem Frauen sind schlecht dran: Um sie kümmere man sich zuallerletzt. Ohne Zugang zu Bildung und Schule sei die Abwärtsspirale oft vorgezeichnet. Der Rektor verwies auf zahlreiche Hilfsprojekte der katholischen Kirche wie beispielsweise der Bau von Brunnen und die Unterstützung von Einrichtungen für Waisenkinder. Immerhin 16 unterschiedliche Projekte habe das Deutsche Weltgebetstagskomitee allein in den letzten fünf Jahren dort ins Leben gerufen.

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Für die Frauen gab es anerkennende Worte vom Leiter des Priesterseminars: Es sei in Zeiten der Wirtschaftskrise nicht selbstverständlich, sich für andere Länder zu interessieren. Oft sei man zu sehr mit den eigenen Problemen beschäftigt.

Im Pfarrsaal gab es anschließend einen Imbiss mit landestypischen Gewürzen aus Kamerun.

Autor: Christine Speckner