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22. September 2011

Ein Haus rund ums Bauen

Richtfest am neuen Bauinformationszentrum im Gutacher Gewerbegebiet Stollen.

  1. Christian Dittrich (rechts), Vorsitzender des Vereins Bauinfozentrum Bizzz Elztal, begrüßte zum Richtfest. Architekt Klaus Wehrle (Mitte) gab Einblick in das Konzept und sein Sohn Jonas lieferte einige Daten und dankte den Handwerkern, den Hauptpersonen des Tages. Foto: Karin Heiss

GUTACH. "Aufgerichtet" wurde im Gewerbegebiet "Am Stollen II" das Haus, in dem es künftig nur um ein Thema geht: Das Bauen und alles, was dazu gehört. Am vergangenen Wochenende wurde am künftigen Bauinformationszentrum BIZZZ Richtfest gefeiert.

Der Verein "Bauinformationszentrum Bizzz e.V." hatte sich im Dezember 2010 gegründet, um Bau-Interessierten in der Region eine Vernetzungsplattform zu bieten. Beim Richtfest am Samstag begrüßte Vereinsvorsitzender Christian Dittrich die Familie Wehrle aus Bleibach; Investorin Andrea Wehrle, ihren Ehemann, den Architekten Klaus Wehrle (der das Gebäude entworfen hat), und Sohn Jonas sowie zahlreiche Gäste, darunter die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden und die Vertreter der 46 Partner, zumeist Handwerksbetriebe, die sich hier bereits zusammengeschlossen haben.

Um die zukunftsweisende Richtung hervorzuheben, wurde dem Nachwuchs "im Namen der Familie" zuerst das Wort erteilt. Jonas Wehrle betonte: "Für uns ist dieses ein Meilenstein." Die Hauptpersonen seien heute "ganz klar, die Handwerker". Jedes Mal, wenn man an dem Bau seit dem Spatenstich vor sechs Monaten vorbei gekommen sei, habe man Fortschritte erkennen können.

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Bis zur Eröffnung des Hauses rechne der Verein mit mehr als 50 Unternehmen, die sich an den Präsentationen und Informationsangeboten rund ums Bauen in diesem neuen Gebäude künftig beteiligen. Jonas Wehrle richtete seinen "Dank an alle, die mitgewirkt haben", sein Vater nannte die Einzelheiten zum Konzept und dem Baufortschritt. "Um zu zeigen, dass es hier ums Bauen geht", sei es wichtig gewesen, dass das entstehende Gebäude ein Passivhaus in klassischer Bauweise ist. "Zukunft und Bestand" wurde durch das Zusammenwirken von jungen Leuten und Unternehmern aus Simonswald gewährleistet. "Die Handwerker haben tolle Arbeit geleistet", hob Wehrle hervor, und die Baurechtsbehörde in Waldkirch habe das Genehmigungsverfahren schnell abgewickelt.

"Schaut den herrlichen, stolzen Bau, der sich erhebt im Himmel blau", forderte Zimmermann Rudolf Baumer, Mitinhaber der Holzbau Baumer GmbH Simonswald, die gespannte Menge 16 Meter tiefer zu seinen Füßen auf. "Die Maurer und die Zimmerleut’ haben keine Mühe gescheut", versicherte er und so wünschte er dem Haus, "dass Gott es behalt in Fried’ und Ruh" und die darin verkehren, "frisch und gesund". Dann leerte er das Glas drei Mal – auf die Handwerker, die Architekten und die Festgäste – bevor er es runter auf die Erde schmiss.

Autor: Karin Heiß