Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
01. Mai 2010 15:37 Uhr
Firmenerweiterung
Generatorenfabrik bei WKV eröffnet
Die Eröffnung der "Energiefabrik" - einer Generatorenfabrik - bei der Wasserkraft Volk AG in Gutach stieß am 1. Mai auf riesiges öffentliches Interesse. Nach einem Einweihungsgottesdienst und den offiziellen Reden war bei Führungen Gelegenheit zur Besichtigung.
Mehr als 4500 Quadratmeter und 48000 Kubikmeter ist die neue Halle der Wasserkraft Volk AG groß und könnte auch 100 Einfamilienreihenhäuser aufnehmen, stellte Architekt Klaus Wehrle bei der Eröffnung fest. Planung und Bau hätten im vergangenen Jahr etwa 25 Menschen aus der Region Arbeit gegeben. Die gesamte Entwicklung von WKV diene auch dem Ansehen der Gemeinde, so Wehrle.
Zuvor segneten Pfarrerin Klomp und Pfarrer Spath bei einem kleinen Einweihungsgottesdienst die neue Halle. "Es ist für uns etwas Besonderes", so Klomp, "etwas, was Zukunft verheißt". Beide baten um Gottes Segen und darum den Betrieb und seine Mitarbeiter vor Schaden zu bewahren und die soziale Verantwortung zu erkennen.
Vorstand Josef Haas erinnerte auch an die Inbetriebnahme der "Zukunftsfabrik" der Wasserkraft Volk AG, also die Einweihung der Wasserkraftanlagenfertigung am Standort Gutach, vor genau zehn Jahren, als erste energieautark und emmissionsfreie Schwermaschinenfabrik Europas, damals mit 39 Mitarbeitern. Heute sind es 114. Und die Entwicklung geht weiter: Nach der Einweihung der Generatorenfabrik, die WKV zur weltweit einzigen Fabrik macht, in der sowohl Turbinen als auch Schaltanlagen und Generatoren geplant und gebaut werden, wird nächste Woche in der alten Halle mit Fundamentarbeiten für ein neues, fast doppelt so großes Bohrwerk wie dem bisherigen, an sich schon riesigen, begonnen.
Werbung
Haas und später auch der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Volk erinnerten aber auch daran, welche Schwierigkeiten es gegeben habe. Man habe zuweilen wie Don Quichotte gegen Windmühlenflügel kämpfen müssen. Nur mit Hilfe der Aktionäre gelang es, die 15-Millionen-Euro-Investition zu stemmen; die Banken wollten laut Volk keine Kredite geben, da der Betrieb "nur" einen Jahresgewinn von 4 bis 5 Prozent macht. Zur Belohnung bekommen die Aktionäre - davon viele Bürger aus der Region - in diesem Jahr laut Volk 20 Prozent Dividende und die Mitarbeiter für ihre Bemühungen und ihr Aushalten der nicht immer einfachen Firmenleitung einen Tag Sonderurlaub. Die neue Generatorenfabrik und WKV insgesamt sind laut Manfred Volk schon bis Mitte 2011 ausgelastet.
Autor: sti
