Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

04. Februar 2012

Gutachs Gräber werden teurer

Gemeinderat setzt aber Obergrenze für den Anstieg.

GUTACH. Die Friedhofsgebühren, die jährlich neu kalkuliert und festgesetzt werden müssen, führten auch dieses Mal im Gemeinderat Gutach zur Diskussion.

Zum einen wurde von Stefanie Weiner (ÖL) bemängelt, dass die vielfach und zuletzt vergangenes Jahr versprochene Ausarbeitung eines neuen Konzepts immer noch nicht realisiert wurde, das dem wachsenden Trend zur Urnenbestattung Rechnung trägt. Zum anderen erbrachte die Debatte, dass der von Kämmerer Joachim Wagner kalkulierte Gebührenansatz verändert beschlossen wurde. Dazu trug ein Vorschlag von Gemeinderat Bernhard Stratz (CDU) bei, den auch seine Ratskollegen als fairer erachteten.

In der Kalkulation für 2011 war Wagner von 40 Sterbefällen ausgegangen, es starben jedoch nur 27 Bürger. Diese geringere Anzahl hatte im Gegenzug Auswirkungen auf die Kalkulation der Kostendeckungsgrade. Um die beabsichtigte Kostendeckung von 70 Prozent durch Gebühren zu erzielen (30 Prozent der Kosten übernimmt dann die Gemeinde), habe Wagner bei den Kalkulationsberechnungen feststellen müssen, "dass es dann in drei Bereichen zu einer Gebührenerhöhung von rund 28 Prozent kommen würde".

Werbung


Das beträfe Einzel-, Doppel- und Dreiergrabstätten, ebenso eine zusätzliche Urne im Erd- oder Urnengrab oder in der Urnenwand sowie Urnenwand die Nutzung der Leichenkammer. In den meisten anderen Posten müssten die Gebühren um zwei bis sechs Prozent steigen.

Dazu meinte Bernhard Stratz: "Ich schlage vor, dass auch in den kritischen Bereichen die Erhöhung moderat angepasst wird, bis wir irgendwann dort an die gewünschte Kostendeckung kommen. Zehn Prozent Erhöhung sollten die Obergrenze sein." Positionen, bei denen die kalkulierte Gebührenerhöhungen höher sind, müsste dahingehend gedeckelt werden.

Das sahen auch seine Ratskollegen so: Einstimmig wurde der Erhöhung der Friedhofsgebühren mit dem Zusatz der Deckelung zugestimmt. Die Friedhofsgebührensatzung wird dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt, sobald Joachim Wagner die Gebühren mit den modifizierten Vorgaben kalkuliert hat.

Mehr Urnenbestattungen erfordern anderes Friedhofskonzept

Hinsichtlich der Erarbeitung eines Konzeptes erklärte Bürgermeister Urban Singler, "wir sind an dem Thema dran, aber es ist noch nicht spruchreif". Neben der Berücksichtigung, dass die Menschen in den letzten Jahren vermehrt Bestattungen in Urnen statt in Erdgräbern wünschten, sollte solch ein Konzept auch berücksichtigen, dass der Friedhof weiter so aussieht, dass er dem Ort entspricht und gut hineinpasst, und nicht eine Wiesenanlage mit Platten wird, war zusammengefasst von mehreren Ratsmitgliedern betont worden. Nicht jeder wolle eine Feuerbestattung, manch einem sei aber die Erdbestattung zu teuer oder die Pflegedauer zu lang, gab unter anderem Heinrich Eble zu bedenken (CDU).

Autor: Karin Heiß