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27. Januar 2012
Preisgekrönte Milch aus dem Elztal
Vorderwälder-Zuchtvereine Dreisam-Elztal und Hochschwarzwald setzten auf Qualitätsprodukte.
ELZTAL/BUCHENBACH (go). Zuchtleiter Franz Maus vergab bei der gemeinsamen Hauptversammlung der Vorderwälder-Zuchtvereine Dreisam-Elztal und Hochschwarzwald die begehrten Stallplaketten für die Spitzenbetriebe der Milchwirtschaft. Zuvor berichtete er über die Entwicklung der Rasse.
Die Vorderwälder Rinder zeichnet ihre Doppelnutzung als gute Milchkühe und als Fleischlieferant mit guter Mastfähigkeit aus, so Maus. Die Milchleistung konnte im vergangenen Jahr wiederum um 136 Kilogramm (kg) gesteigert werden. Bei den Jungkühen verbesserte sich die Menge gar auf ein Plus von 149 kg. Dabei blieben Fett- und Eiweißgehalt gleich. Der Zellgehalt ging um 4000 zurück, liegt allerdings weit unter dem landesweiten Rückgang von 12 000. Der Zuchtleiter nahm dafür die Stichproben von 346 Betrieben oder 6912 Kühen. Spitzenbetriebe erhielten wieder die Stallplaketten in Gold und Silber. Das beste Betriebsergebnis in den Zuchtbereichen Dreisam-Elztal und Hochschwarzwald hatte Markus Scherer aus St. Peter mit einem Durchschnitt von 7947 kg Milch, gefolgt von Konrad Schwär aus St. Peter mit 7891 kg und Josef Nopper aus Gutach-Oberspitzenbach mit 7888 kg. Weitere erfolgreiche Betriebe sind Georg Moser aus Elzach-Prechtal, Wilfried Rissler aus Biederbach, Bernd Hertenstein aus Gutach-Siegelau und Ludwig Weis aus Simonswald.
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Annemarie Rahner vom Veterinäramt berichtete ganz aktuell, dass das Land als blauzungenfrei eingestuft wurde und dass somit nicht mehr geimpft werden darf. Seit November sind die neuen Ohrmarken Pflicht. Mit der dabei erfolgten Stanzung und Gewebeentnahme habe man eine sichere und billige Lösung zur Untersuchung der Rinder bei BVD gefunden. 295 000 Rinder seien so bereits untersucht worden, was 70 Prozent entspreche. "Diese Sanierung war und ist wichtig. Wir werden BVD bald ausgemerzt haben", so Rahner. Johannes Hohloch, Erzeugerberater der Schwarzwaldmilch, bewertete den Markt 2011 als stabil und zufriedenstellend für die Molkerei. Viele Produkte wie Käse gingen nach Russland. Der Export sei für die Molkerei mit einem Anteil von 30 Prozent ein wichtiger Absatzmarkt. National will die Schwarzwaldmilch noch stärker werden. Hier hofft Hohloch auf die Butterei. Beim Tag der offenen Tür in der Molkerei sei das Interesse der Verbraucher sehr groß gewesen. Er dankte Konrad Schwär dafür, dass er Vorderwälder Rinder ausstellte und Franz Maus für die umfassende Information der Besucher an diesem Tag.
Der Weg vom Kalb bis zur Weidemilch oder genfreien Milch im Regal müsse den Verbrauchern verdeutlicht werden, damit die Wertschätzung für ein Qualitätsprodukt aufgebaut werden könne. Walter Sigwarth aus Lenzkirch ist Züchter und seit 1,5 Jahren Aufsichtsrat bei der Schwarzwaldmilch. Er warb nochmals dafür, dass die Milchbetriebe die Markenpolitik der Molkerei unterstützen. Die Dachmarke Bollenhut sei eine wichtige und richtige Sache, so Sigwarth, der seine Betriebsübergabe an den Sohn im Sommer bekanntgab, weshalb er sich aus den offiziellen Funktionen ebenfalls zurückziehen werde. Die Züchter bedankten sich mit Beifall für sein Engagement. Ebenso dankten sie Konrad Schwär für 30 Jahre Vorsitzender der Zuchtvereine.
Autor: go
