Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
03. Februar 2012
Viel zu tun für die Wehr
Die Bleibacher Feuerwehrabteilung absolvierte im Jubiläumsjahr auch etliche Einsätze.
GUTACH. Sehr arbeits- und ereignisreich war das vergangene Jahr für die Abteilung Bleibach der Freiwilligen Feuerwehr Gutach. Das große Ereignis war das Jubiläumswochenende zum 75-jährigen Bestehen der Abteilung.
Das "unruhige Jubiläumsjahr" begann laut Schriftführer Markus Hämmerle gleich im Januar mit dem ersten Einsatz. Bei einem Verkehrsunfall in Siegelau unterstützten sieben Kameraden aus Bleibach die dortige Feuerwehrabteilung. Im Februar waren alle drei Abteilungen und zwei Waldkircher Feuerwehrleute gut vier Stunden mit dem Löschen eines Kaminbrandes beschäftigt. Bei einem tragischen Unfall eines Waldarbeiters im März, unterhalb des Umsetzers auf dem Hörnleberg, leisteten elf Mann der Abteilung mit Helfern der Bergwacht rund zwei Stunden Arbeit, um den eingeklemmten Schwerverletzten zu befreien.Wieder nach Siegelau ausrücken musste die Wehr Ende April. Diesmal hatte ein Blitz in ein Bauernhaus eingeschlagen. Schwankungen im Stromnetz hielten die Abteilung am 5. Mai eine halbe Stunde in Alarmbereitschaft. Zwei Wochen später wurde ein Kellerbrand bei einem Feuerwehrkameraden gemeldet. "Wieder war ein Blitzeinschlag der Auslöser für den Brand der Isolation eines Wärmepufferspeichers", erläuterte Markus Hämmerle. Im Juni waren zwölf Wehrmänner damit beschäftigt, das ausgelaufene Öl nach einem Verkehrsunfall zu beseitigen. "Wassernot" hieß es dann am 22. Juni: Wieder waren zwölf Kameraden im Einsatz, um einen Keller in der Blumenstraße leer zu pumpen, der nach sehr starkem Regen überschwemmt war. Ein "Kleineinsatz" folgte im Juli. Der zunächst vermisste Junge "wurde schlafend im Bett seiner Mutter aufgefunden". Straßenreinigungsarbeiten standen dann im August wieder an. Eine Ölspur von der Heidburg, über die B 294 bis hin zur Bushaltestelle in Gutach galt es auf ganzer Länge zu beseitigen. Die Bleibacher Abteilung übernahm dabei den Bereich zwischen Stollen und der Gutacher Brücke.
Werbung
Am 23. August löste die Brandmeldeanlage bei der Firma Gütermann Alarm aus. "Wider Erwarten handelte es sich dabei nicht um einen Fehlalarm, es wurde richtig ernst", berichtete Hämmerle. Auslöser sei ein Stromverbindungsstück gewesen. Nach eineinhalb Stunden sei man "Herr der Lage gewesen" und alle drei Gutacher Abteilungen, die Waldkircher Wehr, das DRK, der Rettungswagen und die Polizei konnten wieder abrücken. Der zwölfte und letzte Einsatz im Jahr war am 27. November ein Zimmerbrand in einem Wohnhaus in der Nähe des "Schönwasener Hofs".
Dass die Bleibacher Feuerwehrmänner nicht nur mit der Wasserspritze umgehen können, sondern auch mit dem Gewehr, bewiesen sie beim Vereinsschießen im Gutacher Schützenhaus, wenn auch laut Hämmerle mit "etwas dürftigem Erfolg". Des Weiteren sicherten sie Fasnet- und St. Martinsumzüge sowie die Patroziniums- und die Fronleichnamsprozession, absolvierten Parkplatzdienste beim Jubiläum der Trachtenkapelle Bleibach und veranstalteten auch eine Kinderferienspielaktion. Auch der Ausflug nach Hamburg wird in die Memoiren eingehen.
Dabei wurde auch nicht vernachlässigt, etwas für das hohe Ausbildungsniveau der Gruppe zu tun, welches an diesem Abend mehrfach, nicht nur von Abteilungskommandant Olaf Behler, betont und gelobt wurde. Das bezeugen neben den 22 Proben, die zum beachtlichen Prozentsatz von 91,8 von den 23 aktiven Kameraden besucht wurden, sondern auch die etlichen mit Erfolg absolvierten Fortbildungslehrgänge. Der stellvertretende Gesamtkommandant Heinz Billharz gratulierte einer ganzen Reihe von Wehrmännern zu den bestandenen Prüfungen, darunter Uwe Groß und Ruben Schuler (beide sind nun Maschinist), Michael Scherzinger und Jan-Eric Bukowsky (Atemschutzgeräteträger) sowie Michael Schwer (Truppführer). Tobias Schindler wurde von Billharz zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Als Anerkennung für ihren Fleiß erhielten neun Kameraden, die höchstens zweimal bei Übungen gefehlt hatten – Marco Kaltenbach und Sven Schätzle ließen sogar keine aus – von Probenwart Florian Schindler Gutscheine von der Werbegemeinschaft Waldkirch.
Autor: Karin Heiß
