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02. März 2010
Würzig eingelegt und heiß serviert
"Fräulein Knöpfle" und "Herrenkapelle" in der Bleibacher Güterhalle mit fleischigem Programm.
BLEIBACH. Einen erfolgreichen Angriff auf die Lachmuskeln unternahmen "Fräulein Knöpfle und ihre Herrenkapelle" bei der "Kleinkunst in der Güterhalle". Mit virtuoser Musik und viel Comedy begeisterte das Trio aus Karlsruhe sein Publikum restlos. Es war vor allem hingerisssen vom Charme einer bodenständigen Metzgerin, die es faustdick hinter den Ohren hat. Doch mal ehrlich: Sieht eine Fleischereifachverkäuferin so aus? Im Minirock und mit Stöckelschuhen? Doch Fräulein Knöpfle alias Cordula Möhringer weiß wovon sie spricht: Von knusprigen Schweinshaxen, zarten Filetstückchen und dem "Uffschneida" saftiger Schinkenscheiben. Ihrem Sex-Appeal kann kein Mann widerstehen.
Mit ihrem neuen Programm "Themawechsel" überzeugten die Künstler durch perfekte Improvisationskunst. Das kam gut an. Spielerisch wurden die Gäste ins Programm einbezogen, so bei der Vorführung des heiß geliebten Bügelautomaten.
Im fliegenden Wechsel folgte das Musikerduo mit Reiner Möhringer (Gesang, Klarinette, Saxophon, Gitarre) und Uli Kofler (persönlicher Pianist von Johannes Heesters). Den Herren fiel es gar nicht schwer, ständig in neue Rollen zu schlüpfen – ob als jodelnde Volksmusikanten oder als "Softies". In der Ballade vom richtigen Mann brachten sie das Publikum mit selbst gestrickten Pullovern und zarten Blockflötentönen zum Lachen. Es machte den beiden sichtlich Spaß, verschiedenste Musikertypen zu parodieren. Ob als schrullige Musiker im schwarzen Frack oder als flippige Schlagerband mit Schlaghosen im Stil der 70er Jahre – immer überzeugten sie mit Perfektion und atemberaubendem Tempo.
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Kein Wunder, dass das Publikum dann sogar bereit war, beim Yogakurs in der Metzgerei mitzumachen. Fräulein Knöpfle: "Alle mal die Arme hoch und ein tiefes Omm!" Das klappte gut und bedeutet in der Metzgersprache "die baumelnde Schweinswurst im Ring." Lachen, Applaus und viele glückliche Gesichter. Da fiel dem Publikum die "gefüllte Roulade" Kopf nach unten, Arme nach vorne!) anschließend gar nicht mehr so schwer. Nach der zweiten Zugabe verriet die Fleischereifachverkäuferin sogar nch ein Geheimnis: Die von ihrem Chef verordnete Diät hat sie einfach abgebrochen. Jetzt geht’s ihr wieder besser, denn das Glück hat einen Namen: Wurstsalat.
Autor: Christine Speckner
