Gutachten für Albtalsicherung liegt vor

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 13. Juni 2018 um 11:20 Uhr

Görwihl

Aufwändig wird die Sicherung der Albtalstraße L 154. Ein Gutachten sieht 38 Bereiche, in denen Geröllfänge, Steinschlagnetze und anderes installtiert werden soll. Ein Zeitrahmen wurde nicht bekannt.

38 Einzelsicherungsbereiche sieht der Maßnahmenkatalog vor, den das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) beim Regierungspräsidium Freiburg in seinem ingenieurgeologischen Gutachten für die Sicherung der Albstraße (L 154) zwischen Albbruck und Tiefensteiner Brücke im Kreis Waldshut vorgelegt hat. Das geht aus einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums hervor. Neben örtlichen Verankerungen, Geröllfängen und Steinschlagnetzen im Bereich der Straßenböschung wird laut Gutachten im Oberhang der Albtalstraße auf über zwei Kilometern Länge die Installation von Hochenergiezäunen zusätzlich erforderlich. Diese begrenzen als passive Scherung einen Auffangraum für Steinschlag- und Felsstürze. Einzelne labile Felsbereiche, die einen Schutzverbau überbeanspruchen würden, müssen zusätzlich gesichert werden.

Auftraggeber war das Landratsamt Waldshut als Träger des Vorhabens zur Sicherung der Albtalstraße. Das Landratsamt kann nun ein externes Fachbüro mit der Vor- und Entwurfsplanung beauftragen.

Seit drei Jahren ist die Albtalstraße wegen Felssturzgefahr gesperrt: Eine Wiedereröffnung ist erst nach vollständiger Sicherung der Straße möglich. Anfang dieses Jahres hatte das Ministerium für Verkehr in Stuttgart unter Beteiligung der regionalen Abgeordneten sowie von Vertretern der Kommunen, des Umweltministeriums, des Regierungspräsidiums und des Landratsamts Waldshut bekannt gegeben, dass das Landratsamt als zuständige Behörde die erforderliche Verkehrssicherung im Bereich der Landesstraße umsetzen soll.

Das Landratsamt hatte sich im Wege der Amtshilfe an das beim Regierungspräsidium Freiburg ansässige LGRB gewandt, um ein ingenieurgeologisches Gutachten zur erforderlichen Böschungs- und Hangsicherung erstellen zu lassen. Die erforderlichen Untersuchungen konnten noch rechtzeitig im Winter/Frühjahr 2018 vor der Vegetationsperiode erhoben werden, schreibt das Regierungspräsidium.