Reitsport

Gute Resonanz bei Turniertagen in Altenheim

Bettina Schaller

Von Bettina Schaller

So, 19. August 2018 um 18:58 Uhr

Neuried

Das Turnier des Reitclubs Altenheim ging am Wochenende in die 34. Runde. Mehr als 350 Starter kämpften in zahlreichen Prüfungen mit ihren Vierbeinern um einen Platz auf dem Treppchen.

Die Ringmeisterin Dressur in diesem Jahr heißt Stefanie Schmidtblaicher von den PF Meißenheim. Mit ihrer Sarah kam sie zwar nur auf den dritten Platz bei der finalen L-Dressurprüfung zur Ermittlung der Ortenauer Ringmeister. Doch ihre Ergebnisse aus den drei anderen Qualifikationsrunden reichten zum Schritt auf das Treppchen. Jetzt darf sich Schmidtblaicher über die Meisterschaftsschärpe freuen. Melina-Shary Mild vom RC Altenheim konnte vor heimischem Publikum auf Tigrou du Libaire die Goldene Schleife in der L-Dressur gewinnen, aber in der Gesamtwertung reichte es zur Bronzemedaille. Tanja Danner-Lehmann von den Pferdesportfreunden Meißenheim auf Diego gewann die Silbermedaille.

Seit zwei Jahren findet Finale für Dressur-Ringmeister statt

"Seit zwei Jahren tragen wir das Finale für die Ermittlung der Ringmeister in der Dressur aus", erklärt Christine Kraft. Die Turnierleiterin des Altenheimer Reitclubs. Grund hierfür sei gewesen, dass beim Messeturnier Offenburg/Ortenau der Donnerstag der Prüfungstag der Dressurreiter gewesen ist. Für viele Breitensportreiter sei dies ein gewöhnlicher Arbeitstag und deshalb sei die Zahl der Teilnehmer drastisch zurückgegangen. Noch hätten sich die Teilnehmerzahlen nicht erhöht, denn lediglich zehn Dressurreiter gingen in Altenheim an den Start. Konstant seien dagegen die Nennungen beim traditionellen Turnier des RC Altenheim, das im kommenden Jahr in die 35. Saison startet.

"Nach dem Turnier ist vor dem Turnier", sagt Christine Kraft. Denn es werde gleich zum Abschluss Bilanz gezogen, um die Auswertung in die Vorbereitung für das kommende Turnier einzubringen. Das Reitturnier sei neben den Sponsoren die einzige Einnahmequelle des Vereins, um den Betrieb und den Erhalt der Anlage zu finanzieren. Deshalb freue sie sich, dass die Resonanz auf die Turniertage so groß sei. Der besondere Reiz? Das ländlich orientierte Ambiente des Turniers, die Lage am Mühlbach und das gute Essen, zählt Christine Kraft auf. Auf der Starterliste sind 483 Plätze reserviert: 80 Prozent der Reiter haben diese in Anspruch genommen. Einen gewissen Rückgang muss der RC Altenheim verzeichnen, und das gerade im Bereich Wettbewerbe (im Reitsport wird unterschieden zwischen Wettbewerben, WBO, und Leistungsprüfungen, LPO). Der Grund: Parallel zum Turnier in Altenheim findet in Donaueschingen das große Reitturnier aufgrund der Weltreiterspiele außerplanmäßig statt. Einige der Teilnehmer hätten sich im WBO-Bereich für Donaueschingen qualifiziert und seien eben an diesem Wochenende nicht nach Altenheim gekommen. Zudem fänden gleichzeitig weitere Turniere in der Region statt. "Die Termindichte ist an diesem Wochenende groß", ist es aus der Meldestelle zu hören.

Auch Bundestrainer Lohrer und Weltmeister Gänshirt sind da

Christine Kraft freut sich trotzdem über tolle Turniertage. Das wunderschöne Wetter habe seinen Teil dazu beigetragen. Zudem sei es sportlich sehr erfolgreich gewesen. Lediglich der Freitagabend konnte nicht wie geplant stattfinden. Mitten in der Pferdeschau sei ein Gewitter über Altenheim gezogen, so dass das Jump & Drive abgebrochen werden musste. Lediglich der Agility-Part der Hundefreunde konnte noch stattfinden.

Zuvor begeisterten historische Gespanne und ausgefallene Pferde die Zuschauer. Unter anderem war der Bundestrainer Wolfgang Lohrer mit einem 100 Jahre alten Landauer im Parcours. Daneben war auch Weltmeister Fabian Gänshirt aus Ottenheim mit dabei.

Die Mini-Ponys der Lobo-Ranch aus Kappel-Grafenhausen sorgten ebenso für Unterhaltung wie der Renntraber Friedrich Kiefer, der auf der Rennbahn zu Hause ist und einen Sulky vorgespannt hatte. Rolf Reuter aus der Schweiz stellte zum Klang der Schweizer Nationalhymne seine Freiberger vor und Jürgen Sester seine Ardenner. Die gewichtigen Kaltblüter können bis zu einer Tonne schwer werden. Nicht zuletzt die Kindergruppe der Pferdefreunde Meißenheim trugen zum Gelingen des Schauprogramms am Freitagabend bei. Christine Kraft: "Es muss nicht immer etwas wahnsinnig Ausgefallenes sein." Aber mit der Pferdenacht werde das Turnier eingeläutet, denn der Sport stehe am Samstag und Sonntag im Mittelpunkt. "Wir haben einfach nicht genügend Helfer, um bereits am Freitag damit zu starten", sagt die Turnierleiterin. Dennoch freut sie sich darüber, dass sich auch aus anderen Ortsvereinen und befreundeten Reitvereinen jedes Jahr freiwillige Helfer melden, damit die Altenheimer Turniertage reibungslos über die Bühne gegen können.

Eine Bildergalerie vom Reitturnier gibt’s unter http://mehr.bz/reitturnier.