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13. Oktober 2017

Nicht die ersten Minuten verschlafen

WARMLAUFEN mit Arne Nienstedt, der als Torhüter mit dem Handball begann und nun beim TuS Schuttern im Rückraum spielt.

  1. Durchsetzungsstark und entschlossen: Arne Nienstedt im Rückraum des TuS Schuttern. Foto: Pressebüro Schaller

HANDBALL Landesliga: TuS Schuttern – HTV Meißenheim, Freitag, 20.30 Uhr, Sporthalle Friesenheim (wok). Es geht Schlag auf Schlag mit den Derbys für den TuS Schuttern. Am Freitag kommt zum Aufsteiger der Absteiger HTV Meißenheim. Beim Handball-Landesligisten dabei ist Arne Nienstedt. Der Maschinenbau-Student spielt seit sechs Jahren beim TuS im Rückraum. Bis zur C-Jugend hütete er beim TV Seelbach das Tor. Für den BZ-Fragebogen stand der 24-Jährige Rede und Antwort – auch zu Nichtsportlichem.

» Die beste Erfindung? Das Auto. Ohne Auto würden wir nicht zu den Auswärtsspielen kommen. Mit Pferd und Kutsche würde die Anreise ein bisschen zu lange dauern.
Welche Handball-Regel würden Sie abschaffen? So wie die Regeln sind, sind sie. Da kann sich jeder darauf einstellen. Aber ich bin ja auch als Jugendtrainer tätig. In der C-Jugend mussten wir 3:2:1 in der Deckung spielen. Das finde ich nicht so toll.
» Bester Handballer aller Zeiten? Für mich ist es Torhüter Henning Fritz.
Als Kind wollte ich werden: Als Kind will man alles werden. Der stärkste Wunsch war irgendwas in Richtung Astronaut.

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» Meine peinlichste Szene... war auf Mallorca mit den Handballkollegen. Mehr will ich nicht sagen.
Harzen – ja oder nein? Auf jeden Fall harzen. Wenn ich schwitzige Hände habe und am Ball ist kein Harz, dann fliegt der überall hin. Dann werfe ich den auch ganz locker unters Hallendach. Das habe ich auch schon geschafft.
» Immer essen könnte ich: Hähnchen mit Pommes.
Die beste Ausrede, warum jemand nicht zum Training kam: Da gab es gute. Das war erst vor kurzem: Ich hab mir einen Angelhaken durch die Hand gestochen und bin im Krankenhaus.
» Selfie mit ... Freddy Simak aus Friesenheim. Er stammt aus der Region, spielt jetzt in der Bundesliga bei den Füchsen Berlin. Ich kenne ihn gut und er ist ein Vorbild für viele jüngere Spieler.
Auf meinem mp3-Player fehlt auf keinen Fall: Ich habe keinen mehr.
» Lieblingsclub? Borussia Dortmund – weil ich Bayern nicht mag. In Dortmund ist die Atmosphäre immer richtig gut. Meine Jungs sind auch Dortmund-Fans und wir fahren immer mal wieder ins Stadion.
Mein letztes Konzert: Taktraumfestival in Ingolstadt.
» Der schrägste Vogel beim TuS? Da gibt es zwei: Sebastian Wendlinger, Kevin John. Der Sebastian ist immer übermotiviert und dreht völlig auf. Der Kevin ist einfach nur verrückt und dreht immer auf.
Axel Schmidt ist ein super Trainer, aber... er ist Schwabe.
Nach der Heimniederlage gegen die HSG Ortenau Süd ... werden wir uns gegen den HTV Meißenheim noch mehr anstrengen und nicht die ersten 15 Minuten des Spiels verschlafen.

Das Team des TuS Schuttern weiß nach der knappen Heimniederlage gegen die HSG, dass es auch mit etablierten starken Mannschaften mithalten kann und nur Kleinigkeiten zum nötigen Erfolg fehlen. Diese Defizite aufzuholen, ist vorrangiges Ziel des Teams um Axel Schmidt, das bis auf die langzeitverletzten Spieler komplett antreten kann. Mit viel Spannung blickt der HTV Meißenheim auf das Derby: "Die jungen Spieler haben sowas ja noch nie erlebt, deshalb ist die Vorfreude groß", berichtet Trainer Frank Ehrhardt. Dass die beiden Teams in der vergangenen Saison noch zwei Ligen voneinander getrennt waren, spielt für Ehrhardt keine Rolle: "Wir fahren sicher nicht als Favorit nach Friesenheim", sagt er mit Bestimmtheit. Ehrhardt hat sich die Schutterner vergangene Woche angesehen und eine junge, unbekümmerte Mannschaft gesehen. "Sie haben diese Saison bereits respektable Ergebnisse erzielt, wir sind also gewarnt."

Autor: wok