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14. November 2017

Steiniger Weg für neue SG

HANDBALLSPIEL DER WOCHE: Markgräfler Landesliga-Frauen verlieren beim TB Kenzingen.

  1. In Schräglage: Die Kenzingerin Jana Gaber setzt sich gegen SG-Spielerin Sarah Jost durch. Foto: Achim Keller

HANDBALL. Landesliga Frauen: TB Kenzingen – SG Markgräflerland 27:18 (12:9). Der TB Kenzingen holt gegen die SG Markgräflerland den dritten Saisonsieg in Serie. Die SG wartet indes seit vier Spielen auf einen Punktgewinn.

Carina Baab, eigentlich gemeinsam mit Claudia Emmenecker Trainerin der TBK-Frauen, nahm mal wieder auf der Wechselbank Platz – als Backup, da bis kurz vor Spielbeginn unklar war, wer bei den Kenzingerinnen auflaufen wird. "Natürlich juckt es mich in den Fingern, und im äußersten Notfall hätte ich auch mitgespielt", sagte Baab mit einem Lachen. "Aber das war diesmal nicht nötig."

Nach ausgeglichenem Beginn diktierten die Gastgeberinnen das Spielgeschehen. Mit vier schnellen Treffern setzten sich die TBK-Frauen auf 7:3 (13.) ab. Allerdings offenbarte die Heimmannschaft wieder einmal Schwächen im Abschluss, die die SG häufig auszunutzen wusste. Beim Stand von 12:9 ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel zogen die Kenzingerinnen dank einer stabilen Abwehr und der gut aufgelegten Torhüterin Lisa Sommer mit einer 9:1-Serie auf 21:10 (48.) davon. "Das war der Knackpunkt", sagte Baab, und Jürgen Schmitz aus dem SG-Vorstand stimmte zu: "Da war das Spiel entschieden."

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Für die Markgräflerinnen war diese Phase symptomatisch. Schon in den vergangenen Spielen leistete sich die Mannschaft folgenschwere Konzentrationslücken. Schmitz: "Ich habe eigentlich den Eindruck, wir spielen auf Augenhöhe und am Ende fehlt die Konzentration."

Überraschend seien die Probleme der neuformierten Truppe nicht. Die SG war im Sommer aus den Frauenteams der HG Müllheim/Neuenburg und den HBL Heitersheim gebildet worden, um die A-Juniorinnen beider Vereine leichter in den Aktiventeams zu integrieren, "Wir haben in Brahim Ighirri erst spät einen Trainer gefunden. Daher hatte das Team keine gescheite Vorbereitung", erklärte Schmitz. "Wir wussten, dass es eine schwierige Saison wird, wollten aber die Herausforderung annehmen und kämpfen."

Auf der Gegenseite ist man mit der aktuellen Entwicklung sehr zufrieden. "Wir haben uns in den letzten Spielen deutlich steigern können. Die Mannschaft spielt sich immer besser ein", sagte Baab. Deshalb glaubt die Kenzingerin nicht, als Spielerin noch mal eingreifen zu müssen.

Tore TBK: Blakowski 7, Huber 6, Wild 3, Emmenecker 3, V. Chaumet 3, Gaber 2, Schäfer 1, Ruder 1, Dahl 1/1. Tore SG: Claudel 7, Schmitz 3, Wiedemann 2, J. Höfflin 2, Schamberger 2, Jost 2.

Autor: Nils Müller