Lust auf Tempohandball

Quirin Laun

Von Quirin Laun

Fr, 07. September 2018

Oberliga BaWü

Die SG Köndringen-Teningen vor dem Neustart in der Oberliga.

HANDBALL. Saison eins nach dem Abstieg aus der Dritten Liga: Für die Handballer der SG Köndringen-Teningen beginnt am Sonntag die Spielzeit in der Oberliga Baden-Württemberg. Im Auswärtsspiel gegen den TSV Weinsberg (Beginn 17 Uhr) schlägt die junge und zu großen Teilen umformierte Mannschaft von Trainer Ole Andersen ein neues Kapitel auf.

Mit der Vorbereitung zeigt sich Andersen hochzufrieden. Die bereits Ende Juni begonnenen Trainingseinheiten seien intensiv und hart gewesen, aber von allen Spielern mit großem Fleiß bestritten worden. In zahlreichen Testspielen präsentierten sich die Gelb-Schwarzen bereits in guter Verfassung, konnten beispielsweise gegen den Drittliga-Aufsteiger TV Willstätt mit 41:25 einen überraschend deutlichen Sieg einfahren.

Mitverantwortlich für die erfolgreich verlaufene Vorbereitung dürfte auch eine veränderte Spielidee sein. Andersen sah aufgrund des neu hinzugestoßenen Personals Anlass, vermehrt auf schnellen Gegenstoß-Handball zu setzen. Sein Plan scheint bisher aufzugehen.

Trotzdem ist er sich bewusst, dass er diese Taktik bei Bedarf anpassen muss. "Je nach Kontrahent wird die Art unseres Spiels verändert. Besonders schwierig wird es bei Auswärtsspielen, diese Marschroute durchzuhalten. Dort treten die Mannschaften erfahrungsgemäß mit einem anderen Selbstbewusstsein auf. In Teningen können sich die Zuschauer jedoch auf schnelle, hochinteressante Spiele freuen", verspricht er.

Auch für den erfahrenen Trainer stellt die Oberliga in vielen Bereichen Neuland dar. Das Niveau der Liga schätzt Andersen wie folgt ein: "Zwischen den drei Letztplatzierten der Dritten Liga und den ersten Fünf der Oberliga sehe ich qualitativ kaum einen Unterschied. Ich kenne nicht alle Teams im Detail, aber unser Auftakt gegen Weinsberg, Eutingen und Herrenberg hat es auf jeden Fall in sich."

Beim kommenden Gegner Weinsberg stechen laut Andersen vor allem die starken Rückraumschützen Sven und Jan König sowie Alexej Prasolov heraus. Besonders gespannt sieht Andersen der Frage entgegen, wie sich sein junges Team gegen einen solch routinierten Gegner behaupten wird.

Mit den Neuzugängen zeigt sich der gesamte Verein derzeit sehr zufrieden. Sowohl der sportliche Leiter Reinhold Kopfmann als auch Andersen loben die "sportlich und menschlich tollen Ergänzungen". Im Tor, eine der Problemstellen der vergangenen Saison, konnten in Sebastian Kicki und Eimantas Mikuzionis zwei erfahrene Männer verpflichtet werden. Dem Rückraumspieler Jan Philipp Valda attestiert Andersen einen "richtig guten Wurf", auch Eigengewächs Patrick Schumacher sei ein guter Spieler mit großem Kämpferherz. Für die größte Überraschung sorgten bisher die Leistungen des ebenfalls aus dem eigenen Nachwuchs dazugestoßenen Paul Blank, den Andersen ausdrücklich lobt: "Er ist ein sehr kluger und tüchtiger Junge. Momentan ist er auf der Linksaußen-Position bei uns erste Wahl." Die Anhänger der Teninger dürfen also durchaus hoffnungsvoll der neuen Runde entgegenblicken.