Kinderbetreuung in Häg-Ehrsberg wird teurer

Paul Berger

Von Paul Berger

Do, 02. August 2018

Häg-Ehrsberg

Gemeinderat stimmt Beitragserhöhung um vier Prozent zu / Vermögenserfassung kostet viel Geld / Wasserversorgung gesichert.

HÄG-EHRSBERG (pbe). Ab dem kommenden Kindergartenjahr erhöhen sich die Elternbeiträge für Kindergarten und Kinderkrippe in Häg um vier Prozent. Im Kindergarten kostet dann das erste Kind statt 94 Euro im Monat 98 Euro, das zweite Kind 50 statt 48 Euro. In der Kinderkrippe steigt der Beitrag für das erste Kind von bislang 276 Euro auf 287 Euro, während sich der Anteil für das zweite Kind von 205 Euro auf 213 Euro erhöht. Der Gemeinderat stimmte am Montagabend zu.

Nasslagerplatz: Nachdem Sturmtief Burglind im Januar in einigen Waldgebieten des Oberen Wiesentals schwere Schäden hinterlassen hat, wurden Nasslager für Sturmholz erforderlich. Da dies erhebliche Kosten mit sich bringt, sind Gemeinden und Waldbesitzer dazu aufgerufen, den Betroffenen mit einem Anteil von 3,50 Euro je Festmeter unter die Arme zu greifen.

Wasserversorgung: Trotz anhaltender Hitze und Dürre in diesem Sommer ist nach Auskunft von Bürgermeister Bruno Schmidt die Wasserversorgung in Häg-Ehrsberg und allen Ortsteilen derzeit sichergestellt.

Vermögenserfassung: Das kommunale Haushaltsrecht, kurz NKHR genannt, verlangt von den Gemeinden in Baden-Württemberg künftig eine exakte Bestandsaufnahme ihres gesamten öffentlichen Vermögens. Dazu zählen neben den Gebäuden auch die im Gemeindeeigentum befindlichen Straßen, Wege sowie Grundstücke und sonstigen Sachwerte.

Um dies zeitnah stemmen zu können, vergab der Gemeinderat den Auftrag zur Erstellung eines sogenannten Knoten-Kanten-Modells zur Vermessung sämtlicher Ortsstraßen und -wege an eine Berliner Fachfirma namens Eagle Eye. Sie fährt mit Spezialkameras die Straßen ab. Die Daten werden laut Bürgermeister Bruno Schmidt in eine Datenbank übernommen, die anschließend in Vermögensverzeichnisse übernommen werden. Was indes die gemeindeeigenen Gebäude sowie den Wald und die Grundstücke angeht, liegen der Verwaltung die entsprechenden Katasterunterlagen vor. Dennoch sieht der Rathauschef mit der Umstellung auf das neue Haushaltsrecht, das ab Jahr 2020 in Häg-Ehrsberg gilt, enorme Kosten auf die Gemeinde zukommen: Alleine für die Übernahme der Basisdaten und die Datenaufbereitungen für das Knoten-Kanten-Modell einschließlich Mehrwertsteuer sind 3415 Euro fällig. Die späteren Erfassungs- und Bewertungskosten werden mit 18 500 Euro zu Buche schlagen. Beiden Auftragsvergaben stimmten die Ratsmitglieder einstimmig zu.