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15. November 2017

Aus Haushaltssicht ein gutes Jahr

Höhere Zuführung, keine Kreditaufnahme, Schonung der Rücklagen / Spätbus soll bleiben.

  1. Nachtbusse, wie hier in Freiburg, sind nicht immer ausgelastest, dennoch ist ein Bedarf vorhanden. Foto: Rita Eggstein

HÄUSERN. Aus haushaltsrechtlicher Sicht war 2016 ein gutes Jahr, die Zuweisungen waren höher als erwartet und es mussten keine Kredite aufgenommen werden. So das Fazit der Jahresrechnung für das Jahr 2016, die Rechnungsamtsleiter Martin Maurer in der Gemeinderatssitzung am Montag vorstellte.

Einen Gesamthaushalt von knapp 4,6 Millionen Euro weist die Jahresrechnung für das vorige Jahr aus (Haushaltsplan: knapp 4,4 Millionen Euro) wobei der Verwaltungshaushalt (VWH, laufende Einnahmen und Ausgaben) mit rund 3,05 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt (VMH, investiver Bereich) mit rund 1,51 Millionen Euro schließt. Im Vergleich zum Haushaltsplan verbesserte sich der Verwaltungshaushalt um rund 200 000 Euro, wobei insbesondere höhere Schlüsselzuweisungen – ein Plus von knapp 26 0 00 Euro – und eine um 10 500 Euro höhere kommunale Investitionspauschale zu Buche schlagen. In Sachen Orts- und Regionalplanung lag die Kostenbeteiligung der Bauherren um rund 17 000 Euro über dem Planansatz. Auf der Ausgabenseite stellt die mit rund 482 000 Euro um 166 900 Euro höhere Zuführung zum Vermögenshaushalt die größte Planabweichung dar.

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Eben diese höhere Zuführung stellt sich auch im Vermögenshaushalt als größte Planabweichung dar, die Rücklagen wurde dank einer Entnahme von nur 57 000 Euro (statt wie im Plan vorgesehen, 135 000 Euro), deutlich geschont.

Zum 31. Dezember 2016 betrug der Stand der allgemeinen Rücklage 583 939 Euro (Vorjahr: Knapp 641 000 Euro), die Schulden – Schuldenstand zum 31. Dezember 2016: Rund 1,745 Millionen Euro – konnten um knapp 150 000 Euro abgebaut werden. Die Pro-Kopf Verschuldung lag am Jahresende bei 1360 Euro (Vorjahr: 1502 Euro).

Ein weiteres positives Ergebnis der Jahresrechnung: Von der vorgesehenen Kreditaufnahme in Höhe von 150 000 Euro konnte abgesehen werden. Im kommenden Jahr stehen in Sachen Investitionen insbesondere die Sanierung des Blasiwaldweges und die Errichtung einen Musikpavillons auf dem Plan, kündigte Bürgermeister Thomas Kaiser an.

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Eigenbetriebs Wasserversorgung für das Jahr 2016 schließt mit einem Jahresverlust von rund 14 000 Euro, ein Betrag, der aus dem Gewinnvortrag zu tilgen ist.

Einen Jahresverlust von knapp 175 000 Euro weist die Gewinn- und Verlustrechnung für den Eigenbetrieb Kurbetriebe aus, wovon 20 000 Euro aus dem Haushalt der Gemeinde ausgeglichen werden, 155 000 Euro werden auf die neue Rechnung vorgetragen. Die Gemeinderäte billigten einstimmig die Jahresrechnung sowie die Gewinn- und Verlustrechnungen des Vorjahres.

Seit rund drei Jahren verkehrt ein Spätbus der Südbadenbus GmbH zwischen Waldshut und St. Blasien. Dieser zusätzliche Bus – Abfahrt 23.25 Uhr in Waldshut und 0.15 Uhr in St. Blasien – wurde mit finanzieller Beteiligung des Landkreises, der Gemeinden Häusern, Höchenschwand und Weilheim sowie der Stadt St. Blasien versuchsweise für drei Jahre eingerichtet. Kreis und Gemeinden unterstützen das Angebot mit je 700 Euro jährlich für nicht gedeckte Kosten.

Trotz geringer Nutzung – 2016 waren es 387 Fahrgäste von Waldshut nach St. Blasien und 37 in umgekehrter Richtung – soll das Angebot aufrechterhalten werden. Auch Häusern wird sich weiterhin beteiligen, entschied dort der Gemeinderat am Montag. Auch wenn die Busse nur wenig ausgelastet seien, sei doch ein gewisser Bedarf vorhanden, machte sich Monika Schwinkendorf für das Angebot stark.

Autor: Christiane Sahli