Aussehen der Urnenstelen steht fest

Christiane Sahli

Von Christiane Sahli

Mi, 08. August 2018

Häusern

Häusener Gemeinderat entscheidet sich für Korpusse aus dunklem Material / Verschlussplatten aus hellgrauem Naturstein.

HÄUSERN. Bereits vor einiger Zeit hatte der Gemeinderat die Anschaffung von Urnenstelen für den Friedhof beschlossen. Nun steht auch die Ausführung fest: Der Korpus der Stelen wird aus dunkelgrauem Material, die Verschlussplatten werden aus hellgrauem Naturstein gefertigt. In der Gemeinderatssitzung am Montag hatte Florian Wolpert von der Firma Kronimus Einzelheiten zu den Stelen erläutert und Farbmuster vorgelegt.

Künftig soll auf dem Friedhof in Häusern auch die Beisetzung in Urnenstelen möglich sein, das Stelenensemble wird seinen Platz am Ende des Zugangsweges E im Anschluss an die Urnenerdgräber finden. Der Gemeinderat hatte sich für ein Ensemble mit Stelen mit zwei bis vier Kammern entschieden, darunter eine Familienstele (wir berichteten).

Die Höhe der Stelen liegt zwischen 1,37 Metern und zwei Metern, erläuterte Florian Wolpert von der Herstellerfirma Kronimus, der Korpus der Stelen besteht aus selbstverdichtendem Beton, die Verschlussplatten bestehen aus Naturstein. Er riet dem Gremium zu einer glatten, leicht rauen Oberfläche.

Aus den Reihen der Gemeinderäte war in einer der vorangegangenen Sitzungen eine geschliffene Oberfläche ins Gespräch gebracht worden, was Wolpert jedoch nicht für sinnvoll erachtete. Denn, so seine Argumentation, auf einer geschliffenen Oberfläche seien Staub und Wasserflecken gut sichtbar.

Wolpert erläuterte ferner den Verschlussmechanismus der Kammern und die Befestigung der Stelen auf Fundamenten, die auf Wunsch geliefert werden. Bei der Gestaltung der Stelen hatte der Rat die Qual der Wahl, denn Wolpert hatte etliche Farbmuster mitgebracht. In der engeren Wahl standen ein heller Korpus mit dunkler Verschlussplatte, ein dunkler Korpus mit heller Verschlussplatte oder eine Gestaltung in einem einheitlich hellen Ton. Letztendlich entschied sich das Gremium für einen dunkelgrauen Korpus mit hellgrauer Verschlussplatte.

Auf einer hellen Verschlussplatte komme die Inschrift besser zur Geltung, befand man. Was die Schrift betrifft, kommen entweder Gravur oder Aufsetzbuchstaben in Betracht. Ob die Gestaltung der Verschlussplatten bis ins Einzelne geregelt wird oder ob den Hinterbliebenen die Gestaltung freigestellt werden soll, ist noch offen, darüber wird der Gemeinderat noch beraten. Reglementierungen in Sachen Farbe wird es aber wohl geben, man wolle keine bunte "Plakatwand", sagte Bürgermeister Thomas Kaiser.

Auch die Frage nach dem Blumenschmuck ist noch offen, dieser könnte entweder ganz verboten oder mit dem Hinweis, dass vertrocknete Blumen abgeräumt werden, erlaubt werden. Eine Alternative wäre auch eine Bepflanzung im Bereich der Stelen durch die Gemeinde oder ein Sammelpunkt für Blumen.

Auf die Frage von Monika Schwinkendorf, woher die Natursteine für die Verschlussplatten stammen, sagte Woplert, dass diese überwiegend aus Europa stammen. Material aus China verwende das Unternehmen nicht. Familienkammern mit Platz für vier bis fünf Urnen seien erfahrungsgemäß nicht so gefragt, man solle sie aber trotzdem anbieten, sagte Wolpert auf Frage von Sabine Gruhn.

Bis die Stelen auf dem Friedhof stehen, wird es infolge langer Lieferzeiten noch etwas dauern, Wolpert kündigte eine Lieferung im Januar an. Die Fundamente, die man ebenfalls von der Fachfirma beziehen will, können dagegen innerhalb kurzer Zeit geliefert werden.