Wasserleitungen reichen nicht aus

Christiane Sahli

Von Christiane Sahli

Do, 09. August 2018

Häusern

Größere Leitungen sollen deshalb verlegt werden.

HÄUSERN. Probleme gibt es immer wieder mit der Wasserversorgung im Bereich Klemme. Nun soll Abhilfe geschaffen werden. In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Montag sprach sich das Gremium für eine neue, größere Zuleitung aus, der Auftrag wurde an das Unternehmen Boll vergeben.

Die Wasserversorgung im Bereich der Klemme macht schon seit längerer Zeit Probleme, die Leitung ist zu gering dimensioniert. Bei starker Wasserentnahme fließt nicht genug Wasser nach, etliche Anwesen sind dann unterversorgt. Als weiteres Problem erweist sich die Sanierung der Oberstufe Häusern durch die Schluchseewerk AG, die mit einer starken Wasserentnahme verbunden ist, hieß es in der Sitzung.

Ralf Mülhaupt vom Ingenieurbüro Tillig erläuterte die Gründe für die Probleme und die erforderlichen Maßnahmen. Bei der bestehenden DN 100 Wasserleitung ist bei starker Wasserentnahme ein großer Druckverlust zu verzeichnen. Erschwerend komme hinzu, dass zwischen dem Hochbehälter in Höhe von 950 Metern und der höchsten Entnahmestelle ein Höhenunterschied von nur 25 Metern liegt.

Mühlhaupt regt die Verlegung einer DN 200-Leitung zwischen Hochbehälter und Klemme und einer DN 150-Zuleitung zwischen Klemme und "Im Brotkübel" an. Wegen des geringen Wasserdurchflusses zwischen Klemme und Brotkübel sei in diesem Bereich eine geringer dimensionierte Zuleitung ausreichend, antwortete Mühlhaupt auf eine Frage von Monika Schwinkendorf.

Der Gemeinderat vergab den Auftrag an die Firma Boll aus Waldshut-Tiengen, die das günstigste Angebot abgegeben hatte. Die Arbeiten sollen demnach rund 31 000 Euro brutto kosten. Der Leistungsumfang betrifft nur die Verlegung der Leitungen, die Grabungsarbeiten werden von der Gemeinde ausgeführt.